Wie stark verändert die Jico SAS/B Nadel einen Tonabnehmer
#1
Ich habe zwei Jico SAS/B Nadeln im Einsatz. Eine auf dem Technics EPC-205C II L und die andere auf dem Victor Z1-S System. Rein optisch ist davon auszugehen, dass es sich jeweils um die gleiche Nadel handelt, die nur in unterschiedlichen Kunststoffeinschüben sitzt.

Folgendes kann ich mit Sicherheit sagen: 

In beiden Fällen klingen die System deutlich anders als mit der originalen Hersteller Nadel. Im Fall des Technics Systems würde ich sagen, liegt das Original leicht vor der Jico Nadel. Insgesamt ist die Jico aber eher etwas anders als wirklich schlechter. Im Fall des Victor Systems lässt die Jico Nadel schon aufgrund des Microline Schliffs die sphärische Originalnadel weit hinter sich.

Was aber noch viel interessanter ist: Ich kann beide Systeme mit SAS Nadel akustisch nicht unterscheiden.

Ich stelle jetzt einmal folgende Theorien auf:

1. Die Jico Nadel ist immer identisch. Nur der Kunstoffeunschub ist unterschiedlich.
2. Alle Systeme klingen mit Jico SAS/B identisch oder zumindest sehr ähnlich

Ich lade nun alle Besitzer einer Jico SAS/B Nadel zu einem gemeinsamen Feldversuch ein:

Bitte schreibt in diesen Thread:
1. Welches System betreibt ihr mit einer Jico SAS/B Nadel
2. Welche Auflagekraft verwendet ihr?
3. Wie verändert sich der Klang des Systems im Vergleich zur Originalnadel
4. Falls ihr mehrere verschiedene Systeme mit Jico SAS/B betreibt: Könnt ihr die Systeme akustisch unterscheiden, bzw. wie ähnlich klingen die Systeme.

Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen.
Viele Grüße Christian
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#2
Ich habe zwei Jico SAS/B:
  • JVC/Victor Z4
  • Technics EPC 270

Ich glaube nicht, dass ich die Teile beim Hören unterscheiden oder gar Wiedererkennen kann.

Ein Vergleich mit anderen Tonabnehmern und Nadeln mit scharfen Schliffen bringt vermutlich nichts. Aber wenn ich die jetzt einordnen müsste, würde ich sie wie eine 30er Nadel fürs OM/Concorde einstufen. Ich bilde mir ein, dass die 40er Nadel noch ein wenig feiner auflöst, aber vermutlich ist es genau das: Einbildung
Gruß

Jan

Si vis pacem, para bellum

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#3
Momentan habe ich nur am Shure V15 III eine SAS/B. Bald auch wieder am Technics EPC-205C...

Wie die im Vergleich zu den Originalnadeln klingen, weiß ich nicht. Ich habe beide Systeme noch nicht mit guten originalen gehört. Was ich aber sagen kann ist, dass beide Systeme verdammt gut klingen und von meinen originabestückten Systemen nur das Grace mit seiner superschlanken Ellipse mithalten kann. Die Technics EPC-270C mit Originalshibata und das 260C mit sehr schlanker Ellipse folgen aber dicht auf und sind nach Preis/Leistung betrachtet mind. auf Augenhöhe...

Jico macht mit seinen Nadeln schon einen tollen Job. Nicht nur mit den SAS Schliffen. Ich hab ja noch die HE und es gibt nackte Ellipsen, die den Originalnadeln in nichts nachstehen sollen...

Nadelträger und Diamant sind bei allen angebotenen SAS/B Varianten gleich. Da hat Chris recht, sie unterscheiden sich dann nur durch den Nadeleinschub fürs jeweilige System.

Da Nadel, Nadelträger und Trägeraufhängung identisch sind, gehe ich auch davon aus, dass sich verschiedene Systeme mit SAS/B sehr ähnlich im Klang verhalten. Die Unterschiede können nur noch durch den Einfluß der Generatoren entstehen. Wie groß der ist, weiß ich mal wieder mangels Erfahrung nicht.

Neue SAS/B fahre ich mit 1,3g bis 1,4g. Nach ein paar Platten gehe ich dann runter auf 1,0g bis 1,2g. Kommt auf den verwendeten Tonarm drauf an...

(25.11.25, 19:59)Jan schrieb: Ich bilde mir ein, dass die 40er Nadel noch ein wenig feiner auflöst, aber vermutlich ist es genau das: Einbildung

Die 40er ist auch nur eine nackte Shibata. Die fahre ich schon auf dem Standard EPC-270C.... Cool

Die Shibata macht das, was sie soll. Sehr hohe Frequenzen bis 50 kHz abtasten können...
Beste Grüße
Ralf

America last!  Tongue
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#4
Woher weisst Du das ? Kannst Du das hören...???  Angel
LG Carsten


Ok, da es ja offenbar inzwischen "chic" ist:

Venit, vidit, vicit

Für den ersten Eindruck gibt es kein zweites Mal...
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Meine Musik 
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#5
(25.11.25, 20:30)WBC schrieb: Woher weisst Du das ? Kannst Du das hören...???  Angel

Natürlich kann ich das hören. Du etwa nicht... Huh 

Nee, natürlich nicht. Aber wenn die Shibata nicht so hohe Frequenzen abtasten könnte, würde Quadrophonie nicht funktionieren. Die Impulse der hinteren beiden Kanäle werden nunmal im Frequenzbereich 30 bis 60 kHz geliefert...
Beste Grüße
Ralf

America last!  Tongue
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#6
Ok, Du heisst ab jetzt für mich nur noch Batman.  th_up Wink

Nochmal, und wie hörst Du die Impulse von hinten...?


Ich frage selbstverständlich nur für einen Froind... Rolleyes Smile
LG Carsten


Ok, da es ja offenbar inzwischen "chic" ist:

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#7
Ich glaube so ganz komplett pauschalisieren lassen sich solche Aussagen auch nicht.
Die Nadel ist sicher elementar wichtig. Klar, nen Generator braucht es auch. Warum klingen die Ortoföner so fein und warum schaffen das die einfachen ATs nicht?
Was ist das Kerngeschäft von Ortofon? Schaumstoffe für Dämpfer und Dichtungen. Hifi war nur ein Hobby vom Chef. Scheinbar macht Ortofon hier etwas richtig und besonders gut.
Es gibt aber auch Gegenbeispiele: Grado Prestige Gold 3 hat nur eine schlanke Ellipse, spielt aber trotzdem extrem fein. Nadel alleine ist es also wohl nicht. Generatoren alleine vermutlich auch nicht und die Dämpfergummis müssen auch passen.
Bei MM-Systemen sind die Dämpfergummis ein Teil des Nadeleinschubs. Ortofon kann das offensichtlich, Jico wohl auch.
Gruß

Jan

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#8
(25.11.25, 20:46)WBC schrieb: Ok, Du heisst ab jetzt für mich nur noch Batman.  th_up Wink

Nochmal, und wie hörst Du die Impulse von hinten...?


Ich frage selbstverständlich nur für einen Froind... Rolleyes Smile

Zitat: Die beiden hinteren Kanäle wurden vor Produktion der Schallplatte vom normalen hörbaren Bereich von 20 Hz bis 20 kHz auf 30–60 kHz transferiert und nach dem Abtasten der Nadel durch den Konverter wieder in den hörbaren Bereich zurückgeholt. Diese Technik wurde unter der Bezeichnung CD4 und als einziges echtes Quadrofonie-Verfahren für Schallplatten vermarktet.

Kann dein Froind damit etwas anfangen, Carsten...? Wink
Beste Grüße
Ralf

America last!  Tongue
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#9
Perfekt. Gebe ich so weiter..  th_up

Wink  lol
LG Carsten


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#10
(25.11.25, 21:08)Jan schrieb: Ich glaube so ganz komplett pauschalisieren lassen sich solche Aussagen auch nicht.
Die Nadel ist sicher elementar wichtig. Klar, nen Generator braucht es auch. Warum klingen die Ortoföner so fein und warum schaffen das die einfachen ATs nicht?
Was ist das Kerngeschäft von Ortofon? Schaumstoffe für Dämpfer und Dichtungen. Hifi war nur ein Hobby vom Chef. Scheinbar macht Ortofon hier etwas richtig und besonders gut.
Es gibt aber auch Gegenbeispiele: Grado Prestige Gold 3 hat nur eine schlanke Ellipse, spielt aber trotzdem extrem fein. Nadel alleine ist es also wohl nicht. Generatoren alleine vermutlich auch nicht und die Dämpfergummis müssen auch passen.
Bei MM-Systemen sind die Dämpfergummis ein Teil des Nadeleinschubs. Ortofon kann das offensichtlich, Jico wohl auch.

Vergleichst du grad einfache ATs mit einfachen Ortofönern oder mit deinen 30er und 40er Nadeln?

Und ja, schlanke Ellipsen können extrem fein spielen. Kann ich für die 0,2x0,7 mil Technicsnadel und die 0,2x0,8 mil Gracenadel bestätigen. Auch die Ellipse vom Ortofon VMS-20E MK II finde ich sehr gut...

Aber hier gehts ja um die Jico SAS/B und mein formidables 50kHz Gehör... Cool
Beste Grüße
Ralf

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