Ortofon SMG 212 Leiche
#1
Hi alle,

Diesmal möchte ich mir einen sehr schmucken und wohl auch beliebten/gesuchten Tonarm erbasteln.

Am liebsten hätte ich mir einen Ortofon RMG mit dynamischer Auflagekrafteinstellung gebastelt, aber da finde ich auch international die Fehlteile nicht.

Seit 2-3 Jahren hab ich nämlich die originale Lagerung und die Kunststofftonarmstütze dieser frühen Ortoföner rumliegen. Aus anderer Quelle dazu die passende G-Shell. Allerdings etwas flacher da ich 2mm wegen Idiot abschleifen müsste.

Kürzlich war dann noch eine SMG-Leiche bei Kleinanzeigen inseriert die zu einem vglw hohen aber angesichts des letztendlichen Marktpreises eher geringen Betrag zu mir kam.

Das ist das was ich jetzt habe ohne die Headshell:

   

Oben in der Schachtel was ich schon hatte und unten das Elend.

Obwohl es nicht ganz so elend aussieht. Die Lager laufen wider Erwarten top und werden wahrscheinlich nur eine Reinigung brauchen. Der Bürzel für das Gegengewicht ist nicht abgebrochen und das Armrohr sieht passabel aus.

Hauptbaustelle ist das Gegengewicht: die Kunststoffhülse ist komplett zerbrochen. Im Inneren fehlen Kugel, Feder und Nuppsie die das Gewicht schraubbar machen und gleichzeitig die Hülse mit der Skala leicht klemmen. Das Endstück mit dem grauen Stellrad fehlt völlig und wurde durch einen zugeschliffenen Ring eines Drehknopfes ersetzt. Das Kunststoffeinstellrad gibt es sogar als Nachfertigung. Allerdings finde ich die chromige Bastellösung eigentlich schicker wenn das alles noch ein wenig nachgearbeitet wird.

Jetzt geht's erstmal an die Teilesuche. 🙂

Viele Grüße 

Roman
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#2
Da heute das passende Alurohr geliefert wurde hab ich auch die Teile für den Nachbau der Arretierung rausgesucht:

   

Das Rohr hab ich nach langem Suchen tatsächlich bei Amazon gefunden. Es hat exakt die Außen- und Innendurchmesser wie die originale Kunststoffhülse.

Für den Nachbau der Arretierung habe ich eine 3,1mm-Kugel, passende Feder, ein Messingröhrchen und einen Nagel der exakt ins Röhrchen und in die Feder passt.

Technisch ist das recht einfach: 
Der Heckausleger hat eine schneckenförmige Kerbe in der die Kugel läuft. Der Bleiteil des GGws hat eine Bohrung mit Hülse in die die Kugel kommt. Darauf dann ein passendes Stück der Feder und nach außen hin im Original ein Messingnuppsie der in der Feder steckt und außen abgerundet ist. Die Kunststoffhülse ist an der Stelle fast komplett durchgewetzt. 😳

Hier die Kleinteile:

   

Die Feder ist noch ungekürzt und das Nagelstückchen steckt schon im Messingring. Das muss nur noch ein wenig verrundet werden dass es beim Drehen der Hülse nicht so kratzt.

Viele Grüße 

Roman
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#3
Gerade noch die Skala mit genügend Überstand von den Scherben abgetrennt:

   

Und anschließend von hinten mit UHU Endfest und einer zugeschnittenen Scheibe Glasfasergewebe ausgefüllt:

   

Das darf jetzt erstmal aushärten. Dann werde ich bis auf den Rest der Originalskala runterschleifen bis die verbleibende Scheibe dann an die neue Aluhülse geklebt wird.

Viele Grüße 

Roman
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