29.11.25, 13:23
Sooo , Kunde ist schon durch , es ist wie anfangs angefragt bei ihm die Canton LE 107 geworden , weswegen ich auch mit ihr anfange .
Klanglicher Eindruck :
Testmusik auch nachfolgend für die anderen Lautsprecher
1) Paul Simon - Graceland
2) Eric Clapton und BB King - Riding with the King
3) Disturbed - TenThousend Fists
Canton LE 107
Canton ist bekanntlicher Weise ein Hersteller , der bei der Abstimmung seiner Lautsprecher auf Massentauglichkeit achtet , bei der LE 107 ist das nicht anders , auf Anhieb fällt eine leichte Loudness Charakteristik auf , sowohl durch leicht betonten Oberbass als auch im Hochtonbereich .
Dadurch klingt die Canton schon bei niedrigen Pegeln sehr voll mit sattem Fundament aber auch sehr fein und detailliert , wobei der Hochtonbereich nach meinem Geschmack ein wenig zu viel in den obersten Lagen tut .
Bei der Metal Aufnahme von Disturbed kommt die Abstimmung der Musik sehr entgegen , da dies eine der Bands ist , die gerne mit dem "Wall of Sound" als Stilmittel arbeitet , ist ein gewisser Extra Punch im Oberbass nicht verkehrt , mit musikalischer Wahrheit hat diese Abstimmung natürlich nur bedingt zu tun , Canton arbeitet vielmehr mit einer Abstimmung , die für viele Hörer angenehm ist .
So ergibt sich mit Metal ein satter Höreindruck mit einer Portion Dynamik auch bei Stücken , die nach dem Wall of Sound durchgängig gleichlaut abgemischt wurden .
Steigen die Pegel an , zeigen sich aber auch Nachteile solcher Abstimmungen , der leicht angehobene Hochtonbereich kippt dann ins schrille , im Bass wird es zunehmend undifferenziert , der Stimmbereich wird ein wenig unterdrückt und tritt leicht in den Hintergrund .
Kompensieren kann und sollte man das bei der Canton mit einer möglichst freien Aufstellung , Minimum 50cm von jeder Wand weg , mehr ist besser .
Die Canton ist dadurch kein Lautsprecher für kleine Räume oder speziell im Nahfeld , Minimum zwei Meter Hörabstand , ebenso kann man die Hochtonanhebung durch parallele Aufstellung zum Hörplatz abschwächen , ein eindrehen auf den Hörplatz ist nicht zu empfehlen .
Beim abhören von Paul Simon oder eben Clapton und King , beides erstklassige Produktionen zeigen sich die Folgen der Canton Abstimmung deutlicher , beides sind Alben mit exzellenter Auflösung im Stimmbereich , hier gerät die Canton ein wenig ins Hintertreffen . Auch mit allen Aufstellungstricks bleibt die leichte Loudness Abstimmung erhalten und unterdrückt stimmliche Details , ebenso wie die leichte Oberbass Betonung lästig wird und zusammen mit dem nicht allzu gut versteiften Gehäuse eine vernünftige Auflösung im Bassbereich verhindert , was eine Menge Details in der Gesamtwiedergabe schluckt , um diese Tendenz zu erhören braucht es auch keinen direkten Vergleich zur teuren T+A , auch die anderen beiden Lautsprecher waren hier besser aufgestellt .
Da der Kunde nach eigenem Bekunden zu einem Großteil harte Rock Musik bevorzugt , blieb es trotzdem bei seiner Wahl , in der Hinsicht auch eine gute Wahl , da die Cantons bei Metal mit ihrer druckvollen und schmatzigen Spielweise durchaus Spaß machen , mir persönlich wäre das allerdings zu wenig .
Klanglicher Eindruck :
Testmusik auch nachfolgend für die anderen Lautsprecher
1) Paul Simon - Graceland
2) Eric Clapton und BB King - Riding with the King
3) Disturbed - TenThousend Fists
Canton LE 107
Canton ist bekanntlicher Weise ein Hersteller , der bei der Abstimmung seiner Lautsprecher auf Massentauglichkeit achtet , bei der LE 107 ist das nicht anders , auf Anhieb fällt eine leichte Loudness Charakteristik auf , sowohl durch leicht betonten Oberbass als auch im Hochtonbereich .
Dadurch klingt die Canton schon bei niedrigen Pegeln sehr voll mit sattem Fundament aber auch sehr fein und detailliert , wobei der Hochtonbereich nach meinem Geschmack ein wenig zu viel in den obersten Lagen tut .
Bei der Metal Aufnahme von Disturbed kommt die Abstimmung der Musik sehr entgegen , da dies eine der Bands ist , die gerne mit dem "Wall of Sound" als Stilmittel arbeitet , ist ein gewisser Extra Punch im Oberbass nicht verkehrt , mit musikalischer Wahrheit hat diese Abstimmung natürlich nur bedingt zu tun , Canton arbeitet vielmehr mit einer Abstimmung , die für viele Hörer angenehm ist .
So ergibt sich mit Metal ein satter Höreindruck mit einer Portion Dynamik auch bei Stücken , die nach dem Wall of Sound durchgängig gleichlaut abgemischt wurden .
Steigen die Pegel an , zeigen sich aber auch Nachteile solcher Abstimmungen , der leicht angehobene Hochtonbereich kippt dann ins schrille , im Bass wird es zunehmend undifferenziert , der Stimmbereich wird ein wenig unterdrückt und tritt leicht in den Hintergrund .
Kompensieren kann und sollte man das bei der Canton mit einer möglichst freien Aufstellung , Minimum 50cm von jeder Wand weg , mehr ist besser .
Die Canton ist dadurch kein Lautsprecher für kleine Räume oder speziell im Nahfeld , Minimum zwei Meter Hörabstand , ebenso kann man die Hochtonanhebung durch parallele Aufstellung zum Hörplatz abschwächen , ein eindrehen auf den Hörplatz ist nicht zu empfehlen .
Beim abhören von Paul Simon oder eben Clapton und King , beides erstklassige Produktionen zeigen sich die Folgen der Canton Abstimmung deutlicher , beides sind Alben mit exzellenter Auflösung im Stimmbereich , hier gerät die Canton ein wenig ins Hintertreffen . Auch mit allen Aufstellungstricks bleibt die leichte Loudness Abstimmung erhalten und unterdrückt stimmliche Details , ebenso wie die leichte Oberbass Betonung lästig wird und zusammen mit dem nicht allzu gut versteiften Gehäuse eine vernünftige Auflösung im Bassbereich verhindert , was eine Menge Details in der Gesamtwiedergabe schluckt , um diese Tendenz zu erhören braucht es auch keinen direkten Vergleich zur teuren T+A , auch die anderen beiden Lautsprecher waren hier besser aufgestellt .
Da der Kunde nach eigenem Bekunden zu einem Großteil harte Rock Musik bevorzugt , blieb es trotzdem bei seiner Wahl , in der Hinsicht auch eine gute Wahl , da die Cantons bei Metal mit ihrer druckvollen und schmatzigen Spielweise durchaus Spaß machen , mir persönlich wäre das allerdings zu wenig .

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