Antiskating richtig eingestellt?
#61
Nu macht doch den armen Kerl nicht noch verrückt , der kriegt es fertig und zieht auf Verdacht alle Kabel ab und reißt dabei am Ende noch eins ab .

Die Kiste kam doch neu und vormontiert und da sind Fehler wirklich selten , Headshell dran , Auflagegewicht und Antiskating einstellen , fertig ist die Wurst .
Zumal der Dreher anfangs ja auch einwandfrei funktionierte und gut klang .

Er hat schlicht bei der Korrektur der Auflagekraft den Arm nicht vorher in Waage gebracht , daran lag das Ganze und daran das scheinbar seine Scheiben einen Höhenschlag haben , warum auch immer , ob nun Elefanten im Wohnzimmer oder ein Platz an der Sonne über Stunden .
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#62
Also, hier ein kurzes Update:
 
   

Wie ich vermutet habe, ist der Plattenspieler halbwegs richtig eingestellt. Ich glaube, ich lass das jetzt so, wo der Spieler endlich ordentlich läuft.

DANKE an alle, die sich die Mühe gemacht haben, mir zu helfen. Ich kann euch gar nicht schreiben, wie erleichtert ich bin.

Now it's time to rock.  rock
Homo homini lupus est.

LG
Tom
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#63
(17.09.25, 19:00)natas666 schrieb: Wie ich vermutet habe, ist der Plattenspieler halbwegs richtig eingestellt. 

Well done, Tom !  th_up

Und ich glaube alle Plattenspieler der Welt sind "halbwegs" richtig eingestellt, isso !  Wink
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#64
Hallo ihr Experten
Ich bin heute morgen zufällig auf dieses Thema aufmerksam geworden und habe mich auch heute erst hier registriert.
Ich höre seit frühester Jugend eigenständig Schallplatten und habe im Laufe der Jahre schon einige Plattenspieler besessen und dementsprechende Erfahrungen sammeln können.
Gerne habe ich in den letzten Jahren auch Tipps aus dem Internet aufgegriffen und umgesetzt. Leider sind aber viele Leute in den Foren nicht in der Lage einem Laien zu erklären wie man das richtig umsetzt. Besonders wenn der Hilfesuchende wenig technische Erfahrung hat und Probleme eben auch nur Laienhaft erklärt, wird es kompliziert.
Ich bin erstaunt darüber dass dem Ersteller empfohlen wird sich Equipment zur Justage zu besorgen die erstmal völlig überflüssig sind und mit denen er anscheinend auch nicht wirklich umgehen kann. Schließlich zweifelt er ja noch immer an den richtigen Einstellungen. 

Normalerweise sollte ein rd 1000€ Plattenspieler werksmäßig in geprüften Zustand ausgeliefert werden. Dass Plattenteller, Gegengewicht und Tonabnehmer aus Sicherheitsgründen separat beiliegen und immer selbst montiert werden müssen ist aber immer der Fall.
Nach dem Anbau der Teile ist deren Justage natürlich erforderlich aber kein Hexenwerk und benötigt auch keine Lehren oder Feinwaagen. Alles was dazu benötigt wird hat der Spieler selbst an Bord. Und das sind nur der Drehring am Gegengewicht und die Skala am Antiskating Regler.

Nach dem Zusammenbau ist es eigentlich das wichtigste den Plattenspieler an seinem festen Standort wirklich  penibel in Waage zu bringen. Eine Schräglage, in welche Richtung auch immer, hat Einfluss auf das Antiskating und kann durchaus schon das vom Ersteller beschriebene Problem verursachen. Der SL 1500 C hat verstellbare Füße und ist somit sehr gut einzustellen. Lediglich hierfür benötigt man eine kleine Wasserwaage oder besser noch eine Libelle. Dass Schrank, Board oder Regal nicht wackeln dürfen sei jetzt mal vorausgesetzt.

Nun bringt man den Tonarm in Schwebe. Hierzu den Tonarm vorsichtshalber in der Stütze verriegeln. Dazu muss natürlich der Tonabnehmer montiert, der Nadelschutz entfernt, ganz wichtig das Antiskating auf null gestellt sein und der Tonarm auf abgesenkt stehen. Jetzt den Tonarm entriegeln und am Headshell halten. Das Gegengewicht so drehen dass der Arm in einer frei schwebenden Position in Höhe der Stützfläche schwebt. Er sollte sich jetzt auch nicht ohne zutun von selbst nach rechts oder links bewegen.
Nun den, und nur den Stellring am Gegengewicht auf 0 drehen. Dabei aufpassen dass nicht das ganze Gewicht gedreht wird. Ist auf null gestellt kann jetzt das Gewicht selbst im Uhrzeigersinn gedreht und auf 1,8 Gramm gestellt werden. Das Gewicht bitte nur hinten anfassen, der Skalenring dreht sich dann automatisch mit.

Nun noch das Antiskating auf ebenfalls auf 1,8 Stellen und schon ist alles fertig justiert und sollte normal flache Schallplatten fehlerfrei abspielen.

Die Tonarmhöhe sollte ab Werk passen. Wenn da schon experimentiert wurde kann man das z.B. mit Hilfe eines Geodreiecks auch wieder selbst überprüfen und ggf nachjustieren. Der Tonarm sollte im aufgesetzten Zustand parallel zur Platte, nicht ohne Platte messen!, stehen.

Am Tonabnehmer sollte man als Laie aber auf keinen Fall rumschrauben wenn man es nicht wirklich kann. Von Ortofon gibt es jetzt wieder HiFi, nicht DJ geeignete, Concorde Systeme die von der Nadelausstattung den OM und 2M Systemen entsprechen. Die Concorde Systeme wurden angeblich einmal extra für die Technics Tonarme entwickelt und sind für Laien sehr einfach zu handhaben. Es ist lediglich das Auflagegewicht und das Antiskating entsprechend anzupassen.

Bei welligen Platten kann eine leichte Erhöhung der Werte die Spurtreue evtl verbessern. Da solche Fehler aber auch durchaus zu hören sind würde ich entsprechende Platten aber auch ggf entsorgen.
Leider wurden Schallplatten oft auf Dachböden gelagert wo es im Sommer einfach zu warm wird. Wenn die dann nicht steil aufrecht gestanden oder uneben gelegen haben verformen sie sich im Laufe der Jahre und sind auch nicht mehr plan zu bekommen. Auch wenn im Handel mittlerweile vermehrt dafür Bügelgeräte angeboten werden halte ich diese eher für Geldschneiderei.

Ich würde mich über ein Feedback freuen und beantworte gerne noch offene Fragen
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#65
Hallo <hier könnte dein Name stehen>

willkommen und viel Spaß hier im Forum.

1,8 g sind für viele Tonabnehmer bereits an der oberen Grenze, dies aber mal nur am Rande.
(14.01.26, 10:55)badgandi schrieb: ... Von Ortofon gibt es jetzt wieder HiFi, nicht DJ geeignete, Concorde Systeme die von der Nadelausstattung den OM und 2M Systemen entsprechen. Die Concorde Systeme wurden angeblich einmal extra für die Technics Tonarme entwickelt und sind für Laien sehr einfach zu handhaben. Es ist lediglich das Auflagegewicht und das Antiskating entsprechend anzupassen.
...

Die von dir genannten Concorde Systeme sind noch erhältlich, werde aber vermutlich aus dem Programm verschwinden. Die neuen Concorde Music Systeme sind nicht kompatibel zu den alten OMs, verwenden aber die gleiche Farbkodierung wie die 2M Systeme. 

Zu den Concordes hatten wir in letzter Zeit aber mehrere Beiträge
Gruß

Jan

Si vis pacem, para bellum

[Bild: https://plattenspieler-forum.de/gallery/..._44_29.png]

Dreher im aktiven Einsatz:
Denon DP-37F, JVC QL-Y55F, Technics SL-1300 , Revox B795 

Darf gehen:
Technics SL-Q 33

ToDos:
Sharp Optonica RP-5100, SABA PSP 910, Luxman PD-284, Dual 1019, Dual 1219, Sony PS 5550
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#66
Mit dem Auflagegewicht habe ich mich auf den Technics SL 1500 C mit Serienmäßig gelieferten Ortofon 2M red bezogen welches aber zur Fehlerbehebung unrelevant sein dürfte.
Natürlich gibt es auch Tonabnehmer die weniger Auflagekraft benötigen aber die sind meistens, zumindest nicht bei Plattenspielern in dieser Preisklasse, nicht als Standardsystem verbaut.
Ich meinte mit der Nadelausstattung auch nicht den Einschub an sich sondern eher den Aufbau und Schliff der NADEL die sich ja von den DJ Systemen unterscheidet. Dass die Ortofon Concorde Music nicht lieferbar sind wusste ich nicht. Wären aber bei Thomann angeblich gerade lieferbar.
sorry.... ich habe es heute morgen noch nicht geschafft alle Beiträge zu lesen

LG Peter
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#67
Hallo Peter,

habe ich mich da falsch ausgedrückt? Die Concorde Music werden die alten Concorde R (die kompatibel zu den OMs sind) ablösen. Im Moment scheinen aber beide Systeme noch in ausreichender Zahl vorhanden zu sein
Gruß

Jan

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#68
(14.01.26, 10:55)badgandi schrieb: Hallo ihr Experten
Ich höre seit frühester Jugend eigenständig Schallplatten und habe im Laufe der Jahre schon einige Plattenspieler besessen 

Hallo du Experte...

Zitat:Ich bin erstaunt darüber dass dem Ersteller empfohlen wird sich Equipment zur Justage zu besorgen die erstmal völlig überflüssig sind... 

Nach dem Anbau der Teile ist deren Justage natürlich erforderlich aber kein Hexenwerk und benötigt auch keine Lehren oder Feinwaagen

Was hast du gegen eine Feinwaage für unter 10,- €? Sie ist viel genauer als die Einstellung mit Gegengewicht und Stellring und das in Waage bringen des Tonarmes kann man sich schenken. Sie vereinfacht die Einstellung der Auflagekraft einfach nur.

Zitat:Nun noch das Antiskating auf ebenfalls auf 1,8 Stellen und schon ist alles fertig justiert und sollte normal flache Schallplatten fehlerfrei abspielen.

Mit dieser pauschalen Aussage bei einer Auflagekraft von 1,8g wäre ich mal ganz vorsichtig. Es gibt so viele Plattenspieler und Tonarme, wo allein schon für sphärische und elliptische Schliffe unterschiedliche Skalen bei der AS Einstellung vorhanden sind. Bei mir hat es sich bewährt, bei schlankeren Schliffen weniger AS-Kraft einzustellen, wenn nur eine Skala vorhanden ist.

Dann noch willkommen und viel Spaß im Forum...
Beste Grüße
Ralf

America last!  Tongue
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#69
Stimmt, an unterschiedliche Antiskatingkräfte der einzelnen Nadelschliffe habe ich gar nicht gedacht, da ich nur scharfe Schliffe verwende und deshalb mit praktisch immer gleichen Einstellungen für Antiskating arbeite.

Ich bevorzuge auch die Einstellung per günstiger Tonarmwage, da es erheblich schneller geht. Aber das muss man nicht so machen. Wenn Gewicht und Skalenring zum Arm passen (davon sollte man bei neuen Geräten ausgehen können) kann man es auch auf die von Peter beschriebene Methode machen und wird dabei gute ergebnisse erzielen.
Viele Wege führen ... (wohin auch immer Wink )
Gruß

Jan

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#70
Ick bin faul, ick nehm die Waage... Cool
Beste Grüße
Ralf

America last!  Tongue
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