Bitte um Hilfe bei Kaufentscheidung
#51
Ja, auch bei den TK-Headshells kann man Tonabnehmer anschrauben. Dafür gibt es sogar Einstellehren

https://www.ebay.de/itm/393554992474?has...Swo9lhNfld
Gruß Rolf
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#52
Hallo,

gerade an der Headshell ist Dual leider nur ein Plastebomber.
Und wenn dieser Schlitten wegen Alter bröselig wird, sieht es eher schlecht aus.

Bei üblichen SME-Headshells bekommt man Ersatz oder Upgrades wie Sand am Meer.

Grüße
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#53
der Dual 701 wurde mehrere Jahre verkauft, es gab ihn in unterschiedlichen Ausführungen. Im Gegensatz zu den anderen Dual Laufwerken, die man auch als Einbauchassis kaufen konnte, gab es den 701 nur komplett mit Konsole und Haube, in zwei Versionen mit Namen CS70 oder CS701. Der CS70 hatte definitiv noch Echtholzfurnier, aber keine Haubenautomatik - die Haube war nur aufgelegt, und konnte nicht in aufgestelltem Zustand arretiert werden. Der CS701 hatte dann eine mit Folie beklebte Konsole, aber eine Haubenautomatik.

Bei Dual wird immer gerne über den für Kontaktschwächen anfälligen Systemträger gemeckert. Da ist was wahres dran, das Problem ist aber mit etwas Kontaktspray und einer Zahnbürste leicht zu beseitigen - oft liegt es auch gar nicht am Systemträger, sondern an der kleinen Platine im Arm, die das Gegenstück bildet. Ich habe es schon mehrfach erlebt, wie Leute geputzt und auf die Mistkonstruktion geschimpft haben, und dabei gar nicht auf die Idee gekommen sind, auch mal das Gegenstück sauberzumachen.

Wo ich eher ein Problem an den Dual Direktläufern bis etwa 1980 sehe, sind einerseits die resonanzanfälligen Dünnplastik-Hauben und ab dem 721 die Dünnplastik-Wannenkonsole, und die antiquierte Laufwerksaufhängung mit den Federtöpfen, eine Konstruktion, die in den fünfziger Jahren entwickelt und seitdem unverändert weitergebaut wurde. Witzigerweise ist der erste Dual, wo sich die Entwickler mit dem Thema ernsthaft und erfolgreich beschäftigt haben, der "Bastard" 741Q, der als Plastikbomber verschrien ist, und den kaum jemand auf dem Schirm hat. Vor einem guten Jahr habe ich mir einen gut erhaltenen 741Q eher aus Mitleid gekauft, und bin dann nach den ersten "Hör-Abenden" sehr nachdenklich geworden, ob man als Fan alter HiFi geräte nicht manchmal den falschen Idealen hinterher rennt. Ich habe zwei Systeme im Einsatz, das originale TKS390E mit originaler NOS-Nadel, und ein Moving Coil System MMC120, das ich auch in NOS günstig kaufen konnte. Ein Nachteil beim 741 ist, dass er diese exotische TKS-Befestigung für Tonabnehmer hat, und man für 1/2" einen Adapter und ggf. Ausgleichsgewichte braucht, aber die beiden System, die ich im Moment benutze, sind so gut, dass ich keine Notwendigkeit sehe, mit der Bastelei anzufangen. Ich hatte mich in meiner HiFi Karriere schon bis zum Thorens TD126 mit dem Dynavector Tonarm hochgearbeitet, und muss leider sagen, dass sich der "Plastikeimer" klanglich hinter solchen Geräten nicht zu verstecken braucht. Man erlebt ja bei HiFi immer wieder Überraschungen, der 741 war für mich die größte Überraschung der letzten Jahre. Im Gegensatz zum 721, den man im Betrieb nicht mit dem Finger berühren darf, und der extrem körper- und Trittschallempfindlich ist, kann man den 741 sogar direkt mit Lautsprechern anstrahlen, ohne dass er sich aus der Ruhe bringen lässt.

Gruß Frank
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#54
Ich glaube es sollte inzwischen sehr deutlich geworden und auch mehrfach beschrieben ausreichend sein; bei begrenztem Budget ist die Auswahl schwierig; insbesondere wenn man eine höheres Qualitätslevel erreichen will und noch dazu Automatikfunktionen vorhanden sein sollen. Der DUAL ist ein gutes und preiswürdiges Angebot, der Händler sitzt in Wien, gibt an den DUAL serviciert zu haben, also gibt es auch entsprechende Garantie. Das kann helfen, muß man sich aber halt vor Augen führen. Dass die TK-Headshells mit Problemen (z.B. Brumm) behaftet sind und die ansonsten gute Konstruktion des DUALs unnötig verschlimmbessern und schwächen wurde auch schon mehrfach geschrieben.

Qualitativ und in Sachen Flexibilität, stabilem Betrieb und Handling dagegen liegt der Kenwood und die anderen aufgezeigten Alternativen ganz klar vorne und das nicht nur wegen der Wechsel-Headshells nach SME Standard.

(Gestern, 9:08)nick_riviera schrieb: Bei Dual wird immer gerne über den für Kontaktschwächen anfälligen Systemträger gemeckert. Da ist was wahres dran, das Problem ist aber mit etwas Kontaktspray und einer Zahnbürste leicht zu beseitigen - oft liegt es auch gar nicht am Systemträger, sondern an der kleinen Platine im Arm, die das Gegenstück bildet. Ich habe es schon mehrfach erlebt, wie Leute geputzt und auf die Mistkonstruktion geschimpft haben, und dabei gar nicht auf die Idee gekommen sind, auch mal das Gegenstück sauberzumachen.

Das ist richtig, aber gerade die offenen Leiterbahnen dieser Kontaktplatte verursachen die meisten Probleme. Hinzu kommt der Antiresonator im Gegengewicht.

(Gestern, 9:08)nick_riviera schrieb: Wo ich eher ein Problem an den Dual Direktläufern bis etwa 1980 sehe ...die antiquierte Laufwerksaufhängung mit den Federtöpfen, eine Konstruktion, die in den fünfziger Jahren entwickelt und seitdem unverändert weitergebaut wurde.

Die ist garantiert nicht "das" Problem, denn alle Maßnahmen zur Isolation von der Umgebung gehen in die Messgröße des Fremdspannungsabstandes ein. Da zeigen Federn aber ebenso wie z.B. Gummifüße oder Gummipilze keine echte Schwäche auf. Der 741 ist einfach das modernere Laufwerk mit nochmals gesteigerten Gleichlaufeigenschaften und einem überarbeiteten Tonarm.
Gruß Rolf
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#55
Hallo,

als ich im November 2020 meinen Micro Seiki DD -1
bei einem privaten Verkäufer abgeholt habe stand bei ihm auch ein KD 5070 zum Verkauf 

Der Kenwood machte einen sehr guten Eindruck.
Ein stabiler und gut verarbeiteter Plattenspieler.
Auch die Optik mit der Kunststeinzarge ist sehr
gelungen.

Was mir nicht gefallen hat war der überzogene
Preis den der Verkäufer für den Kenwood haben wollte.

Es gab dann auch keine preisliche Annäherung.

Grüße
Jürgen
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#56
(Gestern, 9:09)Don_Camillo schrieb:
(Gestern, 9:08)nick_riviera schrieb: Wo ich eher ein Problem an den Dual Direktläufern bis etwa 1980 sehe ...die antiquierte Laufwerksaufhängung mit den Federtöpfen, eine Konstruktion, die in den fünfziger Jahren entwickelt und seitdem unverändert weitergebaut wurde.

Die ist garantiert nicht "das" Problem, denn alle Maßnahmen zur Isolation von der Umgebung gehen in die Messgröße des Fremdspannungsabstandes ein. Da zeigen Federn aber ebenso wie z.B. Gummifüße oder Gummipilze keine echte Schwäche auf. Der 741 ist einfach das modernere Laufwerk mit nochmals gesteigerten Gleichlaufeigenschaften und einem überarbeiteten Tonarm.

sorry, aber das "Gesamtkunstwerk" aus resonanzanfälligem Gehäuse und antiquierter Federung ist definitiv ein Problem bei den Duals der späten siebziger. Dies ist einerseits keine Weisheit von mir, in der ganzen HiFi Fachpresse wurde damals darüber diskutiert. Ausserdem kann man es hören, auch wenn man kein Goldohr ist. Ein 721 klingt schon anders, wenn man ihn ohne Haube betreibt, und eine Antidröhnmatte im Gehäuseboden bringt ihn klanglich mehr nach vorne als ein höherwertiges System. Beim 731Q hat man schon eine stabilere Haube verbaut, und die Konsole modifiziert, und erst beim 741Q hat man dann für Trittschallentkopplung und gegen akustische Einstreuungen eine Konstruktion gewählt, die es in ähnlicher Form bei Thorens, Philips und Co. schon fast zehn Jahre früher gegeben hat.

Das mit den Wackelkontakten beim Systemträger ist definitiv eine Schwachstelle, ich wehre mich nur dagegen, es so darzustellen, als ob die Dual Laufwerke ständig mit Wackelkontakten zu kämpfen hätten. Wenn man nicht dreimal am Tag das System rausnimmt, dauert es viele Jahre, bis der Effekt das erste Mal auftritt, und wenn man ihn dann vernünftig beseitigt, hält es anschließend wieder viele Jahre. Wegen der Systemträgerproblematik vom Kauf eines Dual Abstand zu nehmen, wie es weiter oben zu lesen war, das halte ich für maßlos übertrieben.

Wenn es nur ums Hören geht, und es ein Direktläufer sein soll, lohnt sich auch der Blick auf den 704 bzw. den 604/621 . Der 704 ist kein halbautomatischer 721, sondern hat zwar den gleichen Tonarm wie der 721, aber einen kleineren Antrieb. 604 und 621 sind dagegen vom Laufwerk baugleich und unterscheiden sich nur durch die Automatik. Die 6xx sind deutlich billiger zu haben als die 7xx, klanglich aber kaum schlechter.

Gruß Frank
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#57
(Vor 11 Stunden)nick_riviera schrieb: Das mit den Wackelkontakten beim Systemträger ist definitiv eine Schwachstelle, ich wehre mich nur dagegen, es so darzustellen, als ob die Dual Laufwerke ständig mit Wackelkontakten zu kämpfen hätten. Wenn man nicht dreimal am Tag das System rausnimmt, dauert es viele Jahre, bis der Effekt das erste Mal auftritt, und wenn man ihn dann vernünftig beseitigt, hält es anschließend wieder viele Jahre. Wegen der Systemträgerproblematik vom Kauf eines Dual Abstand zu nehmen, wie es weiter oben zu lesen war, das halte ich für maßlos übertrieben.

Du vergisst, dass Du das aus Sicht eines erfahrenen Bastlers bewertest und hier aber Jemand ohne technische Fähigkeiten nachfragt. Was ist also in diesem Fall dann die sinnvollere Empfehlung? Gleiches gilt übrigens für das Thema Tuning etc.
Gruß Rolf
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