Yamaha A-1
#1
Eure Gerätestapelei ist irgendwie ansteckend.  Big Grin Da habe ich also doch glatt dem Spieltrieb nachgegeben und einen Amp gekauft, den ich schon lange mal ausprobieren wollte.

Um den A-1 von Yamaha ranken sich ja regelrechte Mythen und viele Geschichten. Class A, Stromverstärker, Direct to Disc, Doppel-Netzteil sind da schon immer die Stichworte für meine (technisch geprägten) Reflexe gewesen. Nun ist er da und zeigt natürlich auch die typischen Kinderkrankheiten.


.jpg   IMG_1498 (Benutzerdefiniert).JPG (Größe: 84.89 KB / Downloads: 125)

Natürlich krankt´s an den Scharnieren der Frontklappe; das haben ja fast Alle. Da hatte ich aber zuvor schon recherchiert und wie es scheint wird es da Ersatz aus Frankreich geben (eine Nachfertigung). Und die Birnchen vom Ein-/Aus- und Speaker-Schalter sind tot - aber auch dafür ist bereits Ersatz unterwegs. 

Was macht den Kerl so spannend? Na ja, ich lasse mal die damalige Messungen für sich sprechen (ich hoffe das ist aus Copyright-Sicht noch akzeptabel)

   

Und hier gibt´s eine gute technische Diskussion zum guten Stück mit vielen technischen Fakten und Unterlagen - dort findet sich auch die Broschüre aus 1978

https://www.audiosciencereview.com/forum...view.9576/

Auf jeden Fall ist das Teil mal richtig schwer und haptisch bereits mit dem defekten Scharnier der Frontklappe ein Genuß. Alle Regler drehen quasi saugend und spielfrei, das wirkt alles aus einem Guß und eher nach wertiger Maschine von Siemens, Telefunken, Benzens oder Porsche als nach 2CV.

P.S.: Das Service Manual findet man übrigens ebenso wie die Bedienungsanleitung und noch einen Flyer kostenfrei in der HiFi-Engine Library

https://www.hifiengine.com/manual_librar.../a-1.shtml
Gruß Rolf
Ogura doesn´t smell funny and Shibata isn´t a skiing technique
Wenn Musiker auf dem Cover vor Lachen schielen, dann werden Sie sicher auch guten Funk Dir spielen Big Grin
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#2
Hallo Rolf,

dann mal viel Freude mit dem Gerät.

Für weitere "Stapelfreunde":

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze...6-172-2534

Viele Grüße
Jürgen
Wir lieben Musik, deshalb sind wir hier.
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#3
Ich bin ja überhaupt kein Yamaha-Freund, in dieser End-Siebziger-Epoche waren die Spitzengeräte aber tatsächlich noch sehr gut.
Der A-1 ist auch gesucht und wird mittlerweile häufig aus Japan importiert.

Ich habe vor ca. 25 Jahren immer nach Optimierung in meiner Anlage gesucht, da mir klanglich einfach etwas fehlte.
Die Yamaha-Vorstufe hatte ich dabei am wenigsten im Verdacht.
So tauschte ich ich zuerst die Lautsprecher, dann die Endstufe und war nach wie vor nicht am Ziel.

Erst als ich diesen Kandidaten ersetzt habe, war ich zufrieden:


.jpg   Yamaha C-40 - 1x.jpg (Größe: 166.85 KB / Downloads: 103)
Gruß
Michael
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#4
Ich glaube ja, daß man im Yamaha Regal bei den Vorstufen eh nur mit einer C-1, C-2, C-2x oder C-4 glücklich werden wird. Die sind noch aus altem Guß.
Gruß Rolf
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#5
(07.03.21, 16:14)Don_Camillo schrieb: Ich glaube ja, daß man im Yamaha Regal bei den Vorstufen eh nur mit einer C-1, C-2, C-2x oder C-4 glücklich werden wird. Die sind noch aus altem Guß.

Ja, das sehe ich exakt so wie du....
Gruß
Michael
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#6
Ich mag die Yamaha, eine C-80 würde mir sicher auch gefallen!
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#7
Bei meinem eigentlich als Vollverstärker zu nutzenden AX-592 schaut’s ähnlich aus:
Vorstufe pfui 
Endstufe Hui!
Dankenswerterweise auftrennbar, daher, ihr wisst es ja schon, kann die NAD-Vorstufe einen klasse Job machen. Klar, irgendwann werde ich dann wohl mal ne andere Endstufe testen, aber zur Zeit: kein Bedarf.
@Don_Camillo: viel Spaß mit deinem Yammi!
Sag Bescheid wenn er dir überdrüssig sein sollte  Cool
Gruß Jochen

It‘s only Rock‘n‘Roll but I like it!  Cool
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#8
(07.03.21, 16:11)Spitzenwitz schrieb: Ich habe vor ca. 25 Jahren immer nach Optimierung in meiner Anlage gesucht, da mir klanglich einfach etwas fehlte.

Unter uns Musik-Studenten hatte Yamaha immer den Nimbus, einfach nicht zu klingen - und das wurde positiv aufgefasst. Egal, was man damit hörte: es war immer neutral, sachlich, schlicht. Mir hat das damals (das war ab Mitte der 90er) auch nicht gefallen - und daher der Griff zur damaligen Grundig FineArts, die allerdings bei meinen Kommilitonen auch sehr gut ankam. Vor allem, dass Kassetten so gut klingen können, wurde immer mit herabhängendem Unterkiefer bestaunt (die meisten dachten, dass eine CD läuft, weil ich das Display immer abgeschaltet hatte und der CD-Player genauso aussieht wie das Tapedeck). 

Den Yamaha "Nicht-Klang" habe ich erst später schätzen gelernt. Wenn man nicht weiß, was man schwerpunktmäßig hören will oder wird, ist Yamaha eigentlich immer eine Empfehlung. Aber prinzipiell sind das schon sehr sachliche Geräte - gerade in der Optik schätze ich das zum Beispiel sehr!
Viele Grüße
Darwin (Thomas)
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#9
(12.03.21, 0:23)darwin schrieb: Den Yamaha "Nicht-Klang" habe ich erst später schätzen gelernt.

Aber genau da ist das Problem. Den angepriesenen "Natural Sound" gibt es bei so vielen Yamaha Verstärkern nicht.
Das Ding war völlig unneutral. Die missglückte stufenlose Loudness war irgendwie nie ganz weg, auch wenn sie komplett
rutergedreht war. Man vermisst ständig die "Direct" Taste um den unatürlichen Klang zu umgehen.
Die Erfahrung hatte ich schon mt sehr vielen Yamaha Verstärkern, die C-40 Vorstufe zeigte es besonders deutlich.

Es folgte eine Nakamichi und dann eine Camtech Vorstufe. Beide waren der Yamaha-Kiste Lichtjahre voraus.
Die Camtech war ein Zufallsfund in optisch sehr schlechtem Erhaltungszustand.
Einen besseren Vorverstärker habe ich definitiv nie im Haus gehabt. Ich bereue sehr, das Gerät wegen
der Optik abgegeben zu haben. Dagegen fällt auch meine modifizierte Rotel RC980BX-T ab.
Gruß
Michael
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#10
(12.03.21, 0:36)Spitzenwitz schrieb:
(12.03.21, 0:23)darwin schrieb: Den Yamaha "Nicht-Klang" habe ich erst später schätzen gelernt.

Aber genau da ist das Problem. Den angepriesenen "Natural Sound" gibt es bei so vielen Yamaha Verstärkern nicht.
Das Ding war völlig unneutral. Die missglückte stufenlose Loudness war irgendwie nie ganz weg, auch wenn sie komplett
rutergedreht war. Man vermisst ständig die "Direct" Taste um den unatürlichen Klang zu umgehen.

Ich muss dann fairerweise sagen, dass mein derzeitiger (kleiner) Yamaha-Receiver leider nur die Direct Source-Taste für die CD anbietet. Die stufenlose Loudness-Funktion ist meines Erachtens überflüssig wie jede Loudness-Taste bzw. -Schaltung. Gelten lasse ich noch die (nicht abschaltbare) Loudness-Funktion von Geräten älterer Bauart, die damit auch häufig die Unzulänglichkeiten mitgelieferter (Klein-) Boxen ausgleicht. Das kann auch Spaß beim Hören machen - denn der Sound dieser Geräte ist sowie weder Hifi noch neutral. Das hier werkelt bei mir am Schreibtisch:


.jpeg   Yamaha-Amp 2.jpeg (Größe: 177.85 KB / Downloads: 36)

Und der dazugehörige Schreibtisch ist mit ollen Dual-Regallautsprechern bestückt, die im Hochtonbereich erstaunlich gut sind... das wars dann auch schon. Aber für's Nebenbeihören reicht's. 


.jpeg   Yamaha-Amp 1.jpeg (Größe: 202.46 KB / Downloads: 36)
Viele Grüße
Darwin (Thomas)
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