SME Headshell
#1
Moin liebe Freunde des gepflegten Vinyl-Rausches:

Habe mir ja nen Denon DP-1200 in JP geschossen, und dessen SME-Tonarm kommt ohne Headshell. Da es da eine große Auswahl gibt:
abgesehen von persönlichen Vorlieben, gibt es da wesentliche technische Parameter, welche da eine ganz besondere Rolle spielen? Habe gesehen, dass es z.B. von AT Headshells in unterschiedlichen Gewichtsklassen gibt. Da wird dann wohl das Tonarmgewicht wichtig sein sowie was für ein System da dran spielen soll, oder?
Anbei Spec des Tonarms:
   

Schematische Draufsicht:
   

Montagehinweis:
   

Als TA ein MM, entweder das AT 540VM oder das Ortofon OMB40, wobei die beiden natürlich gewichtsmässig schon sehr unterschiedlich sind. Hätte auch noch ein 2M Blue. 

Danke für eure Hinweise  Shy th_up  Heart

Falsches Bild am Ende meines Eingangspost:

   
Gruß Jochen

It‘s only Rock‘n‘Roll but I like it!  Cool
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#2
Nicht geschenkt aber original...

https://www.ebay.de/itm/353466102918?has...SwQnpgbeDM
Gruß
Michael
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#3
Many thanks, der Preis ist fair.
Aber dieses Gewichtsthema: ignorieren? Fancy stuff oder important?
Gruß Jochen

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#4
Hängt ja auch vom System und den vorhandenen Gegengewichten ab
Gruß
Jan


Hifi ist zu 40% Klang und 40% Optik. Der Rest sind Vorlieben.


Zur Zeit im aktiven Einsatz:
JVC QL-Y55F, PE 2020L, Saba PSP 910, Technics SL-1300, Hitachi PS-58

ToDos:
Dual: 1019, 1239, Golden 11, Luxman PD-284

Im Zulauf:
Dual 1219


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#5
Servus Jochen,

grau ist alle Theorie und nichts muß aber Alles kann.  Tongue

Die für Dich verwertbaren Informationen befinden sich auf der 

  • dem ersten Bild - effektive Länge 244 mm, Überhang 14 mm => Montageabstand = 230 mm, kann Tonabnehmer zw. 5 und 11 gr. führen und ausbalancieren und dabei bis zu max. 2,5 gr. Auflagekraft auf die Nadel geben - "gerechnet" ist das mit Original-Headshell
  • Seite 9 - Bild rechts unten - Fig. 7 der Abstand von Nadelspitze bis SME anschluß inkl. dem Gummiring ist 50 mm und nicht wie im SME/EIA Standard 52 mm
Die Original Headshell sieht stark nach der PCL-5 von Denon aus, welche zu den Low Mass Typen gehört und imho 6 gr. auf die Waage brächte.

So eine Headshell trägt mit Ihrem Eigengewicht natürlich zur effektiven Masse eines Tonarmes bei, das tut sie aber nicht mit Ihrem vollständigen Gewicht sondern nur mit dem Gewicht, welches quasi das Vertikallager als Moment bzw. die Nadelspitze als vom Drehpunkt abstehendes Gewicht (das ist eigentlich auch nur ein Moment) sieht. Diese effektive Masse ist dann noch die Kennzahl für die Auswahl des passenden Tonabnehmers und dessen Nadelnachgiebigkeit.

Erhöhst Du nun das Eigengewicht der Headshell würdest Du die effektive Masse des Tonarmes erhöhen (Pi mal Auge kannst Du das halbe Eigengewicht der Headshell als Anteil an der effektiven Masse annehmen). Also würde man ungefähr das halbe Gewicht der Original-Headshell abziehen und das halbe Eigengewicht der anderen/ "neuen" Headshell dazu addieren. 

Erhöhst Du das Eigengewicht der Headshell aber zu weit, dann kann es Dir passieren, daß Du den Tonarm mit dem originalen Gegengewicht nicht mehr ausbalancieren kannst. Dafür gibt es aber ggf. Aufsteckgewichte und im Fall der Denons sind das Ringe, die über das Gegengewicht geschoben werden. Bei deisen Ringen sit dann wichtig, wo die auf dem Gegengewicht positioniert werden, denn je weiter hinten, desto schwerer kann Deine Headshell werden.

Reduzierst Du das Gewicht der Headshell, dann reduziert sich auch anteilig die effektive Masse des Tonarmes.

Jetzt ist aber für Deinen Tonarm gar keine effektive Masse angegeben. Für einen DA-307 weiß ich aber, daß der um die 14 gr. haben müßte und das kann für Deinen Tonarm sehr ähnlich sein.

Das richtige Tool für Dich feinst Du dann in der Cartridge-Database

https://www.vinylengine.com/cartridge_re...luator.php

Dort trägst Du den von Dir errechneten Wert für die effektive Tonarmmasse ein und schaust, was rauskommt. Das ist eine Matrix, deren grüner Bereich Dir angibt, welche Paarungen aus Gewicht des Tonabnehmers, der Schrauben und Muttern zur Tonabnehmerbefestigung bei welcher angenommenen effektiven Masse einen Tonabnehmer mit welcher Nadelnachgiebigkeit erfordern. 

Mit diesem Tool kannst Du also über´n Daumen das Gewicht für Deine Headshell bestimmen, wenn Du schon einen ganz bestimmten Wunschtonabnehmer hast.
Gruß Rolf
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#6
Super, danke!!!!
Das ist genau die Info, die mir weiterhilft und nebenbei dafür sorgt, dass ich mich mit der Tonarmphysik befassen muss. Many tx xxx :-D
Gruß Jochen

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#7
Der Denon wurde ursprünglich mit dem PCL-5 Headshell (6 Gramm) und Ortofon F15 E0 MKII ausgeliefert.
Ein PCL-5 taucht so gut wie nie auf. Es ist mit 6 Gramm leichter als das PCL-3 mit 8 Gramm, kritisch sehe
ich das aber nicht, denn an dem Arm läuft eigentlich jedes Zubehörheadshell in einer normalen Gewichtsklasse.
Gruß
Michael
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#8
@Spitzenwitz / Michael

Hab´ das schon korrigiert
Gruß Rolf
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#9
(22.04.21, 20:22)Don_Camillo schrieb: @Spitzenwitz / Michael

Hab´ das schon korrigiert

Was genau?

Habe Deinen Beitrag erst später gelesen als ich meinen abgeschickt habe Big Grin
Gruß
Michael
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#10
Die Info zum Original-Headshell - ich dachte das wäre das PCL-5, es ist aber wohl doch, wie Du schriebst das PCL-3

P.S.: Noch ein Tipp zu den Headshell-Käbelchen - die kann man für teuer Geld kaufen und man kann auch kleine Vermögen in die Kabelschuhe stecken. Es geht aber auch ganz einfach. Mikrofonleitung mit farblich codierten Einzeladern in kleinem Durchmesser und dann alte Sub-D-Buchsen (female) 25pol DB25 mit Lötkontakten kaufen, die zerlegen und schon purzeln da 25 feine Kabelschuhe raus. Ansehen, auf der Lötseite ggf. kürzen, mit den zurechtgeschnittenen Kabeln zusammenlöten, farblichen Schrumpfschlauch über die Enden, fertig.
Gruß Rolf
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