Pro's und Con's Signal(weg)verfremdung durch was oder wie auch immer
#31
Wenn das einfache 3-Wegeriche wären, wäre das so. Aber wir haben hier ja räumlich angeordnetet Hochtöner. In Bezug auf die Hörposition haben wir folglich einen wilden Laufzeitmix.
Das wird am Ende vermutlich dazu führen, dass die räumliche Abbildung wenig exakt wird, dafür aber wohl sehr tief und breit gestaffelt. Meine Sonab OA5 können das auch recht gut
Gruß
Jan


Hifi ist zu 40% Klang und 40% Optik. Der Rest sind Vorlieben.


Zur Zeit im aktiven Einsatz:
JVC QL-Y55F, PE 2020L, Saba PSP 910, Technics SL-1300, Hitachi PS-58

ToDos:
Dual: 1019, Golden 11, Luxman PD-284, Revox B795

Im Zulauf:
Dual 1219


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#32
Ach so, und natürlich muss man sich die gesamte Kette ansehen und nicht nur die LS.

Das fängt also bei der Aufnahme an. Alles, was damals nicht auf Tape oder einen Spur im digitalen Recorder gebannt wurde, kann man auch nachher nicht mehr wieder herstellen. Sämtliche in der Aufnahme oder dem Mastering bereits begangenen Mikrofonierungs- und Phasenfehler bleiben immer mit dem Output an den LS direkt verbunden. Klingt das Master mau, dann klingt es auch in der Wiedergabe mau.

Wurde in der Aufnahme z.B. mit Samples und Midispuren gearbeitet, dann sind diese Bestandteile des Stücks nur in den äußerst seltensten Fällen Stereo sondern eigentlich immer Mono sowie Bandbreiten begrenzt und komprimiert. Solche Stücke mögen sich toll anhören, taugen aber für realistische Bewertungen überhaupt nicht. Leider sind gerade des Knöpflers Dire Straits oder des Vollenweiders Gezumpfel genau Beispiele für nicht für eine Bewertung geeignetes Musikmaterial. Ähnliches gilt für die meisten multimikrofonierten Aufnahmen.

Am ehesten eignen sich noch alte Klassikaufnahmen oder kleine Jazzbesetzungen, die noch ordentlich mikrofoniert, aufgenommen und abgemischt wurden.

Dann hat natürlich auch der Abschluss des Tonabnehmers und Frequenz- sowie Phasengang jeder Verstärkerstufe einen nicht zu vernachlässigenden Effekt auf das Gesamtergebnis. Wer also für angeblich etwas mehr Hochtonauflösung den Abschluss seines Tonabnehmers verändert handelt sich nicht nur die gewünschte Höhenanhebung ein sondern auch ggf. eine Auslöschung in anderen Bereichen und damit einen "verbogenen" resultierenden Frequenz- und/ oder Phasengang.
Gruß Rolf
Ogura doesn´t smell funny and Shibata isn´t a skiing technique
Wenn Musiker auf dem Cover vor Lachen schielen, dann werden Sie sicher auch guten Funk Dir spielen Big Grin
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#33
Jetzt wird es sogar richtig tiefgründig in diesem Thread.
Wie gut das ich ein einfaches Gemüt habe und nur Musik höre.
Mein Equalizer ist an die Hörkurve vom Hörtest beim Ohrenarzt eingestellt.
Damit habe ich einen passablen Klang und das reicht mir vollkommen.
Der schöne Genuß kommt dann mit der richtigen Musik.

Hoffentlich bin ich nicht der Einzige hier dem gute Musik wichtiger ist als die bestmögliche Wiedergabe! Angel

Gruß Jörg
Es gibt Dinge ohne die das Leben keinen Spaß macht, zwei davon sind: Musik und Humor.
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#34
Sehr interessanter Physikunterricht hier Smile
Ursprünglich wollte ich ja nur wissen, ob der Taunus-Sound jetzt ein Tief- und Hochton betonter Sound wäre oder nicht. Ich nehme jetzt aber mal folgendes mit:
- unter 20 Hz und über 20 kHz fällt der Pegel steil ab, zumindest im Taunus
- nevertheless wird behauptet, dass eben jene LS aus dem Taunus eine Betonung in den oberen und unteren Frequenzen vorweisen.
- meine Summit sind vom Hennel, einem der Taunus Clique
- nevertheless spielen MEINE Summit zumindest nicht betont im mir ach so lieb gewonnenen Bereich unter, sagen wir mal 350 Hz.
- am Ende muss ich mich so oder so damit be- aber auch vergnügen, den Sound so zu verbiegen, dass er mir gefällt.
- das gelingt mir mit meinem NAD 1300 ziemlich zufriedenstellend. Bis vielleicht mal was besseres kommt bin ich damit sogar hochzufrieden.

Daher schließe ich mich meinem Vorredner an und begnüge mich mit der für MICH bestmöglichen meint bestklingenden Wiedergabe, unter Verwendung des vorhandenen Equipments.  Big Grin
Gruß Jochen

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#35
(01.10.21, 21:40)höanix schrieb: Hoffentlich bin ich nicht der Einzige hier dem gute Musik wichtiger ist als die bestmögliche Wiedergabe! Angel

Das Eine schließt das Andere ja nicht aus.  Wink
Gruß Rolf
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#36
Beeinträchtigt aber die Zufriedenheit mit dem Klangerlebnis.
Richtig gute Musik kann ich auch laut über ein Kofferradio hören und es gefällt mir was ich höre. Big Grin 

Gruß Jörg
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#37
Hmmmmmmm… Ein ganz klares Jain!
Ja, gute Musik geht auch über das Kofferradio ins Ohr.
Nein, denn wenn es scheiße klingt, dann kann das Lied noch so gut sein: es will sich einfach kein Genussgefühl einstellen.
Gruß Jochen

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#38
(01.10.21, 22:31)höanix schrieb: Beeinträchtigt aber die Zufriedenheit mit dem Klangerlebnis.
Richtig gute Musik kann ich auch laut über ein Kofferradio hören und es gefällt mir was ich höre. Big Grin 

Hmm, das sind doch nur zwei unterschiedliche Abstraktionsfähigkeiten. Zugegeben kann dazwischen nicht Jeder umschalten, aber wer das kann, der genießt dann Musik einmal laut gespeilt aus dem Küchenradio, auf einem Konzert und auch auf Jeder irgendwie anders gearteten Illusionsmaschine.

Ich kann das z.B. wenn ich einmal Musik vom Musikserver, dann Musik von CD, im Konzert, im Auto oder über die (große) Anlage in egal welcher gerade mal zusammengestöpselten Ausbaustufe anhöre.
Gruß Rolf
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#39
Ok, Punkt für euch. Kann ich mitgehen. Definitiv th_up
Gruß Jochen

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#40
Ich hatte da noch die Aussage von unserem Neuen im Kopf,

(27.09.21, 20:07)Michael61 schrieb: Habe recht lange gebraucht, bis es für mich fast perfekt klingt! (ganz zufrieden ist man irgendwie nie)


Ich bin mit dem vorhandenen sehr zufrieden auch wenn mehr möglich sein könnte.
Das streben nach dem Optimum habe ich mir irgendwann abgewöhnt da ich hier mehrere Anlagen in Betrieb habe.
Wenn ich versuche bei allen das beste raus zu holen komme ich nicht mehr wirklich zum Musik hören. Tongue 

Gruß Jörg
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