Neuer Plattenspieler
#1
Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich bin neu hier und benötige eure Hilfe bzw. euren Rat.
Ich möchte mir einen neuen Plattenspieler zulegen. Zunächst wollte ich auf ein Masselaufwerk, aber ganz ehrlich
ich finde die auch gebraucht noch zu teuer. Mein Budget liegt bei ca. 800,- - 1600,-€ max. .
Ich habe nunmehr folgende Geräte im Auge:
1. Block PS 100
2. Scheu Analog Cello
3. Audio Linear 4001
4. TEAC TN 5 BB (alternativ TN 3B mit gutem TA und Vorverstärker)

Da ich lange keinen Dreher mehr benutzt habe bin ich nicht auf dem aktuellen Stand und würde
mich über eure Unterstüztung sehr freuen. Kennt jemand diese Geräte? Habt ihr ggf. weitere Empfehlungen?

Beste Grüße und herzliche Dank

Andreas
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#2
Hallo Andreas,

viel Spaß und willkommen im Forum.

Da ich nur Vintage-Dreher verwende, bin ich bei aktuellen Laufwerken überhaupt nicht informiert Smile
Gruß
Jan


Hifi ist zu 40% Klang und 40% Optik. Der Rest sind Vorlieben.


Zur Zeit im aktiven Einsatz:
JVC QL-Y55F, PE 2020L, Saba PSP 910, Technics SL-1300, Hitachi PS-58

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Dual: 1019, Golden 11, Luxman PD-284, Revox B795

Im Zulauf:
Dual 1219


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#3
Hallo Andreas, willkommen hier bei uns.

Ich habe mir (weil sehr günstig) einen AudioTechnica LP 120 gekauft, ein Benz Micro drauf an LA Black Cube SE und das funzt richtig gut. Auch mit einem Ortofon 2m Blue gefällt der Spieler.
Sonst läuft noch ein Thorens TD 318 MK III mit einem AT 540ML zur vollsten Zufriedenheit.

LG Jo
Mit Musik geht vieles leichter.
Viele liebe Grüße 
Jo  th_up
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#4
Hallo Andreas,

Dein Beitrag hat sich mit der von mir beantworteten privaten Nachricht überschnitten. Ich sehe also, dass es geklappt hat.

Zu den Geräten:

Der Scheu Cello ist und bleibt ein "Brettchenspieler", wenn auch einer der sehr guten dieser Gattung.
Er ist nicht ganz unempfindlich und sollte auf einer guten Gerätebasis stehen.

Zum Block habe ich keine eigenen Informationen, das Gerät habe ich auch selber noch nicht "live" gesehen.
Für den Preis bringt er einiges mit, warten wir ab, ob hier jemand etwas zum Gerät sagen kann.

Der Audio Linear TD-4001 von Hifi-Dynamics ist ein Klassiker, den man zu einem guten Preis durchaus nehmen kann.
Wenn Du selber Hand anlegen kannst (Lagerwartung, Riemenwechsel) und der Preis stimmt, spricht nichts gegen den Dreher.

Die aktuellen Teac Dreher sind chinesische Auftragsfertigungen, der TN-5BB allerdings eine Gute mit einem brauchbaren Arm,
der ein viel zu einfaches System trägt, welches man sofort gegen ein hochwertigeres austauschen sollte.
Der Dreher bekommt durchweg gute Kritiken, ich selber kenne ihn nur vom Papier.

Ich kann im Bereich um € 1.000,-- noch den mir bekannten B-Sharp vom Eurtopean Audio Team (E.A.T.) ins Rennen werfen.
Er kommt mit einem Ortofon 2M Blue daher und stellt ein ganz gutes Preis-/Leistungsverhältnis dar.

Wenn ich mir die Dreher Deiner Wahl ansehe, spielt eine bestimmte Optik eine große Rolle, was es schwer macht,
gebrauchte Klassiker zu empfehlen, die diesen Anspruch nicht erfüllen können.
Gruß
Michael
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#5
Hallo Andreas,

den Block PS 100 habe ich vor einiger Zeit mal anhõren können, als ich bei einem Verkäufer (Ebay Kleinanzeigen) etwas abgeholt habe.
Er lief dort mit einem Rotel Verstärker und Nubert Standboxen.
Der Block klang in dieser Zusammenstellung schon sehr gut.
Es war nicht mit dem Originalsystem, sondern mit einem anderen TA bestückt.
Es war, wenn ich mich richtig erinnere, ein Audio Technica.
Die Optik dieses Plattenspielers war für mich natürlich zuerst mal gewöhnungsbedürftig.
Die Verarbeitung erschien mir sehr gut.
Der Besitzer war jedenfalls sehr zufrieden mit diesem Plattenspieler von Block.

Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, da ich mich nie so richtig intensiv mit diesem Hersteller beschäftigt habe.

Grüße
Jürgen
Technics SL 1500 C / Braun Atelier P4 /
Micro Seiki DD - 1 / Rock ola 481 Max 2
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#6
(24.10.21, 12:00)Spitzenwitz schrieb: Der Scheu Cello ist und bleibt ein "Brettchenspieler", wenn auch einer der sehr guten dieser Gattung.
Er ist nicht ganz unempfindlich und sollte auf einer guten Gerätebasis stehen.

Ja, der Schwachpunkt ist hier eher der Antrieb - das ist ein einfacher Netzsynchronmotor und das ist imho heute nicht mehr wirklich zeitgemäß; vor Allem, weil sich seit Windkraft die Netzfrequenz im Stromnetz stetig ändert. Da hat Du also Gleichlaufschwankungen vorprogrammiert und wirst ziemlich schnell aufrüsten wollen.

(24.10.21, 12:00)Spitzenwitz schrieb: Der Audio Linear TD-4001 von Hifi-Dynamics ist ein Klassiker, den man zu einem guten Preis durchaus nehmen kann.
Wenn Du selber Hand anlegen kannst (Lagerwartung, Riemenwechsel) und der Preis stimmt, spricht nichts gegen den Dreher.

Ja, das ist ein Klassiker. Audio Linear nahm damals die Restbestände der i Konkurs gegangen Transcriptors. Das ist also eigentlich ein verkappter Transrotor, die in Ihren Anfängen von Transcriptors und später von Michell importierten und nur umgelabelten. Michell war aber auch nur die Lizenzfertigung der Teile die Transcriptors damals für Ihre Plattenspieler benötigte. Die Story dahinter ist, dass der Vertrieb von Marantz einen gleichwerigen Spieler im Programm hat haben wollen und man deshalb die Restbestände aus der Konkursmasse kaufte und die ggf. fehlenden Komponenten ergänzte. Das ergab ein durchweg hochwertiges Konzept und einen gut klingenden Plattenspieler. Das ist übrigens auch der Grund weshalb die 4001er immer mal wieder mit verschiedenen Plattenstellern auftauchen.

An so einem Klassiker ist nicht viel dran, was revidiert werden muß. Riemen gibt es sowohl bei Transcriptors, Michell oder Jochen Räke, der Gleichstrommotor benötigt vielleicht ein paar neue Siebkondensatoren im Netzteil und einen Tropfen Öl. Aber die Meisten derzeit angebotenen Audio Linear finde ich deutlich zu teuer. Dieses Angebot ist realistisch

https://www.bolha.com/gramofoni-glasbeni...as-7341074

und es ist auch noch die für mich optisch schönste AUsführung

Auch dieser Spieler benötigt viel Masse in der Stellfläche. Ich besitze übrigens einen baugleichen Cadberg CD-9


.jpg   CIMG3088.JPG (Größe: 43.32 KB / Downloads: 108)

P.S.: Scheu, Audio Linear und Block sind vom Konzept ziemlich ähnlich, wobei Du beim Audio Linear trotz seines Alters den höherwertigen Antrieb bekommst. Alle drei sind aber dem Konzept nach eigentlich Brettspieler - mit mal mehr oder weniger Masse. Sie werden sich also klanglich auch sehr ähnlich verhalten/ geben und den eigentlichen Unterschied wirst Du bei Tonarm und Tonabnehmer feststellen. Das Ortofon OM5E beim Block ist bei dem Preis (ca. € 1400) eine Frechheit, der Projekt Tonarm nicht gerade ein Überflieger. Das Ortofon OM10, welches beim Scheu Analog Cello dabei ist, ist auch nicht gerade ein Klangwunder sondern nur mal so für den Anfang, der Rega RB202 ist auch hier der Einstiegstonarm, den Rega ursprünglich mal für die besonders knausrigen OEMs auflegte. Da sind also in Plastiklaufflächen geführte Lager drin. Sowas würde ich aufgrund meines Qualitätsbewußtseins schonmal grundsätzlich nicht kaufen. Willst Du diese Spieler aber g´scheit aufrüsten, damit Du davon auch länger etwas hast, bist Du schnell außerhalb Deines Budgets.

Der von mir verlinkte Audio Linear hat im Vergleich zu diesen übrigens den deutlich besseren Tonabnehmer (Goldring 1012GX) und Tonarm (SME 3009 S2 Improved). Wenn Du den sauber aufstellst und an eine gute Phonostufe anschließt, dann wird der Dir mehr Freude bereiten als die Anderen.
Gruß Rolf
Ogura doesn´t smell funny and Shibata isn´t a skiing technique
Wenn Musiker auf dem Cover vor Lachen schielen, dann werden Sie sicher auch guten Funk Dir spielen Big Grin
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#7
Noch ein Nachtrag: Der SME 3009 S2 Improved hat eine effektive Masse von 9,5 gr. Das Goldring 1012 GX - welches übrigens eine Gyger II Nadel besitzt - paßt da mit seiner CU von 16 und 6,3 r Eigengewicht ziemlich gut dazu. Die Resonanzfrequenz kommt hier bei ca. 9 Hz zum Liegen.

Allerdings solltest Du Dir eine Phonostufe zulegen, welche Du kapazitiv und auch ggf. im Abschlußwiderstand auf den Tonabnehmer einstellen kannst und Du benötigst niederkapazitive Phonokabel - vorsicht nun kommt die wichtige Physik/ dieElektrotechnik: Das 1012 GX kommt mit einem DC-widerstand von 660 Ω und einer Spuleninduktivität von 570 mH. Willst Du die Höhenresonanz eines Tonabnehmers nicht im hörbaren Bereich dann benötigst Du für "beste Performance"  eine Gesamkapazität (Tonarminnenverkabelung, Phonokabel und kapazitiver Abschluß in der Phonostufe intern) von max. 100 pF und einen Abschlußwiderstand zwischen 26k Ω und 39k Ω - das wären ggf. Parallelwiderstände iHv 56k Ω/62k Ω oder 240k Ω/249k Ω.

P.P.S.:

Wenn ich das noch richtig erinnere, dann findest Du auf der Unterseite des Audio Linear eine kleine "Wartungsklappe". Darin verbirgt sich die Steuerung für den Motor. Die Klappe öffnen, die Platine umdrehen und die beiden Elkos tauschen. Das ist also wartungstechnisch keine große Sache. Der ganze Rest an dem Spieler ist von außen zugänglich. Öl für´s Tellerlager gibt´s auch bei Transcriptors, Michell oder Jochen Räke.
Gruß Rolf
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#8
(24.10.21, 12:42)Don_Camillo schrieb: ... Das Ortofon OM5E beim Block ist bei dem Preis (ca. € 1400) eine Frechheit, der Projekt Tonarm nicht gerade ein Überflieger. Das Ortofon OM10, welches beim Scheu Analog Cello dabei ist, ist auch nicht gerade ein Klangwunder sondern nur mal so für den Anfang ...

Immerhin hat das OM5E den modifizierten Generator. Das einfache OM10 ist hingegen ein Klassiker.
Beide lassen sich natürlich wunderbar mit einer 30er oder 40er Nadel aufrüsten und sind dann wirklich sehr gute Systeme.

Aber ich gebe dir Recht. An einem Dreher für 1,4 k€ sollte schon was halbwegs brauchbares dran sein
Gruß
Jan


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ToDos:
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Im Zulauf:
Dual 1219


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#9
das mit der netzfrequenz solltest du schlüssig erklären.
das höre und lese ich zum ersten mal.
nicht einmal im analogforum gibts einen thread dazu.
und diese jungs hören das gras wachsen. Smile
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#10
Ganz vereinfacht:
Die Netzfrequenz schwankt immer ein wenig.. Exakt 50 Hz ist wie ein Lotto Gewinn.. 
Die Schwankungen sind aber sehr gering.. Darum ist eine Strobo Scheibe im Prinzip nur genau wenn ich eine Batterie betriebene Strobo Lampe einsetze.. (auf jeden Fall bei Netz synchronisierten Drehern) geht die Frequenz hoch, so dreht der Dreher schneller und die Strobo Lampe flackert schneller.. 
Aber wie gesagt, hoch sind die Abweichungen nicht.. 
(Auf Netzfrequenz.Info hast Du die Netzfrequenz mit allen Schwankungen..)

Vereinfacht wird die Netzfrequenz durch die Drehgeschwindigkeit des Generators im Kraftwerk erzeugt.. (wie gesagt, vereinfacht erklärt) ähnlich wie die Lichtmaschine im Auto.. Wird nun viel Strom benötigt wird der Drehwiderstand größer. (Also beim Auto geht die Drehzahl kurz runter.. Der Motor ändert das Gemisch und gleicht dies so aus..  
Moderne Windräder haben sehr gute Gleichrichter, dennoch habe ich dort zwei Variabeln, der Wind und die Stromabnahme.. Im Stromnetz wird es also immer mehr Variabeln geben die nicht genau vorhersehbar sind.. 
Und im Prinzip müssen erstmal, also bis genug Speicherkapazitäten geschaffen sind, die paar verbleibenden, herkömmlichen Kraftwerke vielmehr Schwankungen ausgleichen..
Manchmal, wenn ich ein bisschen neben mir stehe und gucke, was ich da so mache, muss ich plötzlich grinsen. Und dann lachen wir beide.  Big Grin
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