Neuer Plattenspieler
#11
Bei den Windrädern werden meist Gleichstromgeneratoren eingesetzt. Hinten dran kommen dann Wechselrichter.
Aber natürlich spielen die Teile nie alleine im Netz.
In der Praxis können die Teile aber sehr gut gesteuert werden.
Trotzdem ist die Netzfrequenz nicht wirklich konstant. 1/4 Hz sind aber das äußerste, was man befürchten muss. Da sind wir dann schon kurz vorm Netz-Split.
Also 50,25 Hz bis 49,75 Hz. Dabei schwankt es extrem selten von einem Anschlag zum nächsten
Gruß
Jan


Hifi ist zu 40% Klang und 40% Optik. Der Rest sind Vorlieben.


Zur Zeit im aktiven Einsatz:
JVC QL-Y55F, PE 2020L, Saba PSP 910, Technics SL-1300, Hitachi PS-58

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#12
(24.10.21, 18:23)pedi schrieb: nicht einmal im analogforum gibts einen thread dazu.
und diese jungs hören das gras wachsen. Smile

Die hören zwar das Gras wachsen, haben aber leider keine Ahnung. Die Wissenden sind da schon lange raus oder halten sich raus, wenn die merkbefreiten Goldöhrchen wieder schwadronieren.

Hmm, also Netzfrequenz. Es gab früher mal Zeiten, da war die sehr stabil, denn so ein mechanischer Umschalter in den Umspannwerken hätte sich bei einer Abweichung von unter einem halben Prozent bereits mit einem lauten Knall verabschiedet. Die Netzfrequenz wurde damals als sehr genau eingehalten. Mit der Windkraft ist die Netzfrequenz ganz einfach von der Drehgeschwindigkeit der Rotorenblätter abhängig und die drehen nicht immer gleich schnell. Deshalb findest Du heute Schwankungen in der Netzfrequenz wie Jan schon schrieb um bis zu 1/4 Hz und die Schwankungsbreite ist abhängig von der Anzahl der Windkrafträder und dem Geschick des Bedienpersonals, welche die Netzfrequenz aber nur noch mitteln können.

Ich habe gerade eben bei mir nachgemessen und es schwankte zw. 49,97 und 49,92 Hz - also 0,16% Abweichung oder bei der Drehzahl würde das dann zw. 33,33 und 33,32 U/ Min pendeln. Das ist auf den ersten Blick nicht viel, aber wenn die Schwankung im Sekundenschritt erfolgt dann hast Du da ein leichtes Vibrato im Ton.

Die Drehzahl eines Netzsynchronmotors an einem einfachen Plattenspieler bestimmt sich aber nicht durch die anliegende Spannung sondern durch die anliegende Netzfrequenz. Er bzw. der Plattenteller dreht also nur bei genau eingehaltenen 50 Hz auch nur seine 33 1/3 Umdrehungen. Schwankt die Netzfrequenz dann schwankt auch die Drehzahl.

Wie schon geschrieben: Netzsynchronmotoren sind Steinzeittechnik und haben an einem hochwertigen Plattenspieler heute eigentlich nichts mehr verloren. Wer diese heute noch einsetzt, der dreht zu viel am Rotstift und bewirbt sein Produkt in einer Kategorie in die es nicht passt. Das ist für heutige Möglichkeiten also Einsteigerklasse.
Gruß Rolf
Ogura doesn´t smell funny and Shibata isn´t a skiing technique
Wenn Musiker auf dem Cover vor Lachen schielen, dann werden Sie sicher auch guten Funk Dir spielen Big Grin
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#13
Aber zurück zum eigentlichen Thema:
Zeitgemäße Antriebe haben eine Quarzregelung.
Man kann natürlich auch Masselaufwerke mit Gleichstrommotoren verwenden, aber eigentlich waren die schon in den 70ern nicht Stand der Technik.
Aber die HighEnd-Szene hält die Teile für den Stand der Technik.

Masselaufwerk = Kraftloser Motor mit irre schwerem Teller. Da soll die Trägheit die meist fehlende Regelung kompensieren
Gruß
Jan


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#14
Moderne Wechselrichter in den Windrädern halten die Frequenz sogar sehr genau ein. Das Problem ist vielmehr dass eine recht valide Lastberechnung nicht mehr funktioniert.. 
Und die Generatoren in den Kraftwerken sind keine Gleichstrom Generatoren. Wenn mehr Strom im Netz ist, z.B. gerade viel Wind ist, dann sinkt die Last der Wechselstrom Generatoren.. Diese drehen sich schneller, die Netzfrequenz steigt an..

(24.10.21, 19:54)Jan schrieb: Aber zurück zum eigentlichen Thema:
Zeitgemäße Antriebe haben eine Quarzregelung.
Man kann natürlich auch Masselaufwerke mit Gleichstrommotoren verwenden, aber eigentlich waren die schon in den 70ern nicht Stand der Technik.
Aber die HighEnd-Szene hält die Teile für den Stand der Technik.

Masselaufwerk = Kraftloser Motor mit irre schwerem Teller. Da soll die Trägheit die meist fehlende Regelung kompensieren

Dem ist nichts hinzuzufügen.. 

Jeder Plattenspieler der 70er und 80er Jahre wurde noch richtig getestet.. Hier gab es Seiten lang Messwerte.. Und heute? Ich habe einen Bericht gefunden in dem die Gleichlauf Schwankungen eines Transrotors gemessen worden sind, diese lagen bei 0,15% meine ich.. 
In den 70 er Jahren war man bereits bei 0,025%.. Aber auch das interessiert im analog Forum keinen.
Manchmal, wenn ich ein bisschen neben mir stehe und gucke, was ich da so mache, muss ich plötzlich grinsen. Und dann lachen wir beide.  Big Grin
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#15
(24.10.21, 11:20)akl712 schrieb: 1. Block PS 100

(24.10.21, 12:00)Spitzenwitz schrieb: Zum Block habe ich keine eigenen Informationen, das Gerät habe ich auch selber noch nicht "live" gesehen.
Für den Preis bringt er einiges mit, warten wir ab, ob hier jemand etwas zum Gerät sagen kann.

(24.10.21, 12:15)Elpi schrieb: den Block PS 100 habe ich vor einiger Zeit mal anhõren können,

Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, da ich mich nie so richtig intensiv mit diesem Hersteller beschäftigt habe.

(24.10.21, 12:42)Don_Camillo schrieb: Das Ortofon OM5E beim Block ist bei dem Preis (ca. € 1400) eine Frechheit, der Projekt Tonarm nicht gerade ein Überflieger.

Mittlerweile habe ich mich informiert und kann sagen, dass unser "deutscher" Block PS-100 ein Chinese ist.
Es handelt sich um einen Block gelabelten Huason R7.

https://de.made-in-china.com/co_sanrayel...egohg.html
Gruß
Michael
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#16
(30.10.21, 12:56)Spitzenwitz schrieb: Mittlerweile habe ich mich informiert und kann sagen, dass unser "deutscher" Block PS-100 ein Chinese ist.
Es handelt sich um einen Block gelabelten Huason R7.

https://de.made-in-china.com/co_sanrayel...egohg.html

Danke für Deine Spürnase. Das ist ja mal spannend. Allerdings erahnt man bei Block und deren Sortiment irgendwie allein auf Basis der Optik bereits, dass das alle Zukäufe aus fernost sind.

Das ist erstmal nichts Schlechtes, aber meist ist es dann halt nicht weit oben auf der "Richterskala für HiFi" angesiedelt; ein Erdbeben im HiFi-Keller wird es damit also eher nicht geben sondern nur Hausmannskost.

Das Teil hat angeblich einen Premotec Netzsynchron-Motor wie auch die Rega Brettspieler. Die laufen aber wohl alle bzw. generell ein wenig zu schnell. Die Gleichlaufschwankungen sind für so ein Einfachkonzept (Netzsynchronmotor) mit 0,08% oder wie der deutsche vertrieb angibt 0,1% noch im Rahmen, allerdings weit von gut entfernt. Der Aufbau ist eine MDF Platte und darauf der optisch hervorstechende Acryl-Rahmen. Damit würde ich aber die Angaben zum Fremdspannungsabstand, welche sich beim Hersteller (>82dB) und Vertrieb (>65 dB) deutlich unterschieden, prinzipiell mal bezweifeln wollen, weil imho mindestens beim Hersteller deutlich zu hoch gegriffen. Der Tonarm entspricht dann wohl und wenn man den Herstellerangaben vertrauen kann wohl auch keinem Project 9cc sondern könnte eine schnöde Kopie sein - hier passen die 18mm Überhang des Originals nicht zu den Angaben von 22mm aus China; Gleiches gilt für den Gewichtsbereich der verwendbaren Tonabnehmer (4-10 gr. sagt China und 6-10 gr. sagt Project).

Ich bleib dabei: Mit dem Audio Linear ist man deutlich besser bedient.

P.S.: Der Test in der HiFi-Test ist ja auch niedlich. Oldenburger Hersteller, angeblich limitiert auf 1000 Stck. Das ist laut China nichts Anders als die Minimalbestellmenge  Big Grin

Ich weiß, weshalb ich den Blätterwald eigentlich nicht mehr beachte. Das ist meist das Papier auf dem es gedruckt wird nicht wert.
Gruß Rolf
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#17
(30.10.21, 13:31)Don_Camillo schrieb: Das Teil hat angeblich einen Premotec Netzsynchron-Motor wie auch die Rega Brettspieler. Die laufen aber wohl alle bzw. generell ein wenig zu schnell.

Bei Rega ist der stets zu laute und zu schnelle Premotec-Motor sogar eingeklebt, was wir bei Linn auch schon beobachten konnten.
Der RP1 ist der billigste Murks, den ich seit langem auf der Arbeitsplatte hatte.


.jpg   Rega RP1 - 1x.jpg (Größe: 346.84 KB / Downloads: 64)
Gruß
Michael
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#18
0,1% Gleichlaufschwankung ist doch prima. Wink
Das ist die Liga der alten Reibradler von Dual und PE.
Für über 50 Jahre alte Geräte ist das super Big Grin
Gruß
Jan


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#19
(30.10.21, 15:22)Jan schrieb: 0,1% Gleichlaufschwankung ist doch prima.  Wink
Das ist die Liga der alten Reibradler von Dual und PE.
Für über 50 Jahre alte Geräte ist das super Big Grin

Ja, für die alten Reibradler ist das ok. Aber man darf sich hier auch keinen Illusionen hingeben. Alles was heute mit netzsynchronmotor und Riemen daherkommt, bekommt das nicht besser hin. Das ist also auch bei (fast) allem was heute Hochglanz und dicken Teller vereint nicht besser, solange man nicht nochmals den Kaufpreis in die Hand nimmt und auf den nächstgrößeren Motor upgraded. Da braucht es schon einen echten DC-Motor mit Steuerung wie bei z.B. Feickert.
Gruß Rolf
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#20
Wenn bei einer Platte das Loch nur 1/10 mm außerhalb der Mitte ist, haben wir schon Geschwindigkeitsschwankungen von 0,135%
Diesen 1/10 mm sieht man so ohne weiteres mal nicht. Dazu kommt ja auch noch, dass billiges PVC hier vermutlich auch entsprechende Produkttoleranzen mitbringt.
Gruß
Jan


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