Gestern, 0:08
In der Anfangszeit des Forums habe ich ja gerne und oft das AT-VM95ml als eine Art Best Buy empfohlen. Ein System für um die 150 € mit einem MicroLinear-Schliff klingt ja auch erstmal nach einem klasse Deal.
Ist es auch, aber nicht unbedingt für jeden oder gar für Anfänger.
Was kann dieses System?
Was sind die Nachteile dieses Systems?
Jetzt mag der eine oder andere denken, dass dies ja nicht so schwer sein kann. Stimmt, im gehobenen Preissegment ist eine Kapazität von um die 150 pF nicht unrealistisch.
Eine gute Tonarmverkabelung mit einer folgender guter Anschlußleitung liegt oft nur bei um die 50 pF. Gute MM Phono-Vorverstärker liegen ebenfalls in diesem Bereich. Also alles kein Problem, oder?
Ein klares JEIN.
Gerade Anfänger, die sich mit einem System verbessern möchten, haben oft einfache Plattenspieler, die mit der Verkabelung von Arm und dann zum Phono-Pre eher in einem Bereich von 100 pF oder darüber liegen.
Günstige Phono-Vorverstärker, Phonoeingänge von Vollverstärkern (leider auch von Vintage-Modellen) haben oft Eingangskapazitäten von 200-300 pF.
In der Summe kommt man hier also schnell auf 300-400 pF und mehr.
Was bewirkt eine zu hohe Kapazität?
Sind es deshalb schlechte Systeme?
Nein. An einer guten Verkabelung und einem passenden Phono-Pre spielen diese Systeme wirklich überragend auf. Da sind sie nach wie vor so etwas wie ein Best Buy.
Aber wenn diese Rahmenbedingungen nicht gegeben sind (meist ist deren Erfüllung mit relativ hohen Kosten verbunden), können einem diese Systeme den Spaß an Schallplatten verleiden, weil sie einfach nicht gut klingen.
Bessere Alternativen?
Wie seht ihr das?
Ist es auch, aber nicht unbedingt für jeden oder gar für Anfänger.
Was kann dieses System?
- Durch den modernen Schliff folgt die Nadel sehr genau der Rille und löst dabei auch wirklich klasse auf.
- In dieser Preisklasse bekommt man bei anderen Herstellern oft nur einfache Ellipsen
Was sind die Nachteile dieses Systems?
- Wie alle MM-Systeme reagiert es stark auf die Impedanz, genauer auf die Kapazität des Vorverstärkereingangs.
- Es verlangt hier sehr geringe Werte von 100-200 pF (Herstellerangabe)
Jetzt mag der eine oder andere denken, dass dies ja nicht so schwer sein kann. Stimmt, im gehobenen Preissegment ist eine Kapazität von um die 150 pF nicht unrealistisch.
Eine gute Tonarmverkabelung mit einer folgender guter Anschlußleitung liegt oft nur bei um die 50 pF. Gute MM Phono-Vorverstärker liegen ebenfalls in diesem Bereich. Also alles kein Problem, oder?
Ein klares JEIN.
Gerade Anfänger, die sich mit einem System verbessern möchten, haben oft einfache Plattenspieler, die mit der Verkabelung von Arm und dann zum Phono-Pre eher in einem Bereich von 100 pF oder darüber liegen.
Günstige Phono-Vorverstärker, Phonoeingänge von Vollverstärkern (leider auch von Vintage-Modellen) haben oft Eingangskapazitäten von 200-300 pF.
In der Summe kommt man hier also schnell auf 300-400 pF und mehr.
Was bewirkt eine zu hohe Kapazität?
- Die obere Resonanzfrequenz wandert in den gut hörbaren Bereich
- Dadurch werden die oberen Mitten gerne sehr laut und neigen zu einer gewissen Schärfe
- Nach diesem Peak brechen die Systeme dann extrem ein. Also obwohl sie hell klingen, fehlt es dann besonders im Hochtonbereich
Sind es deshalb schlechte Systeme?
Nein. An einer guten Verkabelung und einem passenden Phono-Pre spielen diese Systeme wirklich überragend auf. Da sind sie nach wie vor so etwas wie ein Best Buy.
Aber wenn diese Rahmenbedingungen nicht gegeben sind (meist ist deren Erfüllung mit relativ hohen Kosten verbunden), können einem diese Systeme den Spaß an Schallplatten verleiden, weil sie einfach nicht gut klingen.
Bessere Alternativen?
- Die Systeme von Ortofon (Super)OM 20 oder 2M blue haben zwar nur einen einfachen elliptischen Schliff, sind aber deutlich robuster was die Kapazitäten angeht.
- Grado Prestige Silver/Gold sind als MI-Systeme komplett unempfindlich was Kapazitäten angeht. Sie passen perfekt zu Vintage Receivern/Verstärkern und deren Phonoeingängen mit teilweise hohen Kapazitäten
Wie seht ihr das?
Gruß
Jan
Si vis pacem, para bellum
Angeschlossene Dreher:
JVC QL-Y55F, Victor QL-Y77F, Technics SL-1300
Darf gehen:
Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284
ToDos:
Sharp Optonica RP-5100, SABA PSP 910, Dual 1019, Dual 1219
[Bild: https://plattenspieler-forum.de/gallery/..._44_29.png]
Jan
Si vis pacem, para bellum
Angeschlossene Dreher:
JVC QL-Y55F, Victor QL-Y77F, Technics SL-1300
Darf gehen:
Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284
ToDos:
Sharp Optonica RP-5100, SABA PSP 910, Dual 1019, Dual 1219
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