Hallo
Ich habe letzthin einen TD 160 bekommen. Den will ich jetzt restaurieren.
Die Oberfläche habe ich erst mal mit Isopropanol abgewischt und versuche dann wieder eine schönen Glanz zu erzielen.
Hat vielleicht jemand Erfahrung, um das vernünftig hinzubekommen? Ich habe mir gedacht, ich werde ein Mikrofasertuch mit Ballistol oder Silikonöl benutzen und alles ganz leicht abreiben.
Der Plattenspieler sah schon ganz schön mitgenommen aus, hauptsächlich bräunliche Belege von Nikotin und Teer. Ich schätze mal, er war längere Zeit in einer Kellerbar oder ähnlich im Betrieb.
Ich habe das Gerät erst mal eingeschaltet und einen Testlauf gemacht, es scheint alles zu funktionieren. Also fange ich jetzt an kosmetische Pflege zu betreiben.
Das Tonabnehmer System AT 12XE hat ja nun auch schon einige Jährchen auf dem Buckel, somit werde ich es austauschen. Das Headshell habe ich abgenommen und das System ausgebaut. Was ich dann für ein System einbaue, weiß ich noch nicht. Auch noch nicht genau wie. Muss ich mir genauer anschauen.
Als Nächstes habe ich die Bodenplatte entfernt und mir eine passende Platte aus 16mm Multiplex zugeschnitten.
Da das Gehäuse jetzt offen ist will ich die Federn der Aufhängung (drei Stück) demontieren, reinigen und wieder einbauen.
Eine Frage dazu: muss man die Schaumgummiteile unbedingt wieder einbauen? Die sehen mir nicht mehr sehr vertrauenerweckend aus.
Und kann mir jemand was zu der Pflege der Gummipuffer sagen? Die sollen ja nicht verspröden, also muss man die doch irgendwie behandeln, damit die nicht rissig werden, oder?
Wenn Schaumstoff in den Federn sitzt, ist dieser extrem wichtig. Er dämpft die Federn und verhindert Resonanzen. Ohne Schaumstoff wird der Dreher zum Wackeldackel.
Die gute Nachricht ist aber, dass es nicht besonders darauf an kommt, was für ein Schaum du dort verwendest. Natürlich sollte der Schaum recht weich sein, aber alles andere ist eher wurscht
Gruß
Jan
Si vis pacem, para bellum
Angeschlossene Dreher:
2x Victor QL-Y77F, Technics SL-1300
Darf gehen:
Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284
Danke für den Tipp, Jan.
Dann werde ich mir eben neue Schaumstoff Röllchen basteln. Das dürfte nicht zu schwierig sein.
und die kommen dann wieder in das Federpaket.
beste Grüße aus Rheinhausen – Peter
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Hallo Peter, Isopropanol ist bestimmt ok, entfernt dir manchmal aber auch Aufdrucke auf Typenschildern und so.
Ich nehme zum Nikotin usw. entfernen immer diesen Reiniger. Gehen bestimmt auch ähnliche.
Dazu dann Zahnbürste, Wattestäbchen ….Papiertücher. Irre, was da des Öfteren herunterkommt .
Ich habe meinen TD 160 erst letztens verkauft. Ich mag das Geschwabbel nicht. Auch mit Schaumstoff. Gut gespielt hat er aber allemal. Das war nicht der Grund.
Gibt auch schöne Zargen dafür.
Viel Spaß damit.
……für das Holz vielleicht Leinölfirnis
Ein erster Schritt um Oberflächen zu reinigen, sind bei mir immer die feuchten Putztücher vom Lidl. Damit bekommt man sehr viel ab, aber ich habe noch nicht erlebt, dass man damit mehr abwischt, als man wollte.
Ich habe auch feuchte Reinigungstücher in der Werkstatt. Die sind eine ganz andere Nummer. Damit bekommt man auch wirklich dreckige Sachen sehr schnell sauber, aber sie sind auch längst nicht mehr so schonend
Gruß
Jan
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….das originale Gehäuse hatte ich dazu gegeben. Wie gesagt leicht mit Leinölfirnis abgerieben.
Letztendlich verkauft hatte ich ihn in dieser Selbstbauzarge mit Palisander Furnier. Ebenfalls mit Leinölfirnis behandelt.
Vielleicht mal so als Anregung
(03.10.26, 17:28)petepp schrieb: Und kann mir jemand was zu der Pflege der Gummipuffer sagen? Die sollen ja nicht verspröden, also muss man die doch irgendwie behandeln, damit die nicht rissig werden, oder?
Moin Peter, willkommen bei uns...
Zu Schaumstoff, Reinigung und Holzpflege hast du ja schon Tipps bekommen. Die Gummipuffer würde ich reinigen, kurz in kochendes Wasser schmeißen und dann mit Gummipflege für Kfz Gummidichtungen von Nigrin, Sonax etc. zwei-/dreimal behandeln. Hat sich bei mir bewährt, auch für Lautsprechersicken aus Gummi...
(03.10.26, 18:31)staakie schrieb: ….das originale Gehäuse hatte ich dazu gegeben. Wie gesagt leicht mit Leinölfirnis abgerieben.
Letztendlich verkauft hatte ich ihn in dieser Selbstbauzarge mit Palisander Furnier. Ebenfalls mit Leinölfirnis behandelt.
Vielleicht mal so als Anregung
Da dachte ich eher an Walnussöl - das ist nicht so gelblich und härtet auch sehr gut aus.
Aber mal 'ne Frage zu der Zarge: macht es Sinn, auch Massivholz zu verwenden? Oder ist das eher ungünstig?
Ich hätte da nämlich noch ein paar schöne Stücke aus 4cm dickem Massivholz, die könnte ich prima einsetzen. Das habe ich auch unter meinem kleinen Schreibtischrechner gesetzt. Ein Bild hänge ich mal an.
Beste Grüße aus Rheinhausen - Peter
Die folgenden 1 user Gefällt petepp's post:1 user Gefällt petepp's Beitrag • staakie
Gestern, 11:57 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 12:03 von Jan.)
Was ist für dich Massivholz?
Grundsätzlich gelten auch MPX-Platten als Massivholz und die sind prima geeignet.
Gewachsenes Holz ist nur mäßig geeignet, da es quillt und schwindet, also arbeitet und das natürlich ungleichmäßig.
Außerdem schwingt gewachsenes Holz sehr viel stärker.
Ideal ist MDF, denn es hat fast keine der negativen Holzeigenschaften und verfügt über eine hohe innere Dämpfung. Sieht dafür aber eher bescheiden aus.
Durch furnieren umgeht man das Problem. Für die Kanten reichen aber auch Anleimer, also aufgeleimte Leisten.
Dem Rechner ist es ja egal, ob er nur so da steht, du ihn hochkant betreibst oder auf den Kopf drehst.
Eine Plattenspielerzarge ist meist selber schon ein mechanisches Bauteil.
Aber wenn du das Holz hast, kannst du dir daraus Anleimer sägen. Das geht mit jeder ordentlichen Tischkreissäge. Einfach 2-4 mm dicke Streifen von dem Brett sägen und die Oberfläche schleifen oder hobeln.
Was gut geht: Etwa 5 mm dicke Streifen sägen und diese dann beidseitig auf 3 mm runterhobeln (geht mit nem Dickenhobel sehr schnell)
Gruß
Jan
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