28.05.24, 12:25
Körting hatte ursprünglich seinen Sitz in Leipzig, und hat Radios der Spitzenklasse gebaut:
https://www.radiomuseum.org/r/korting_tr..._40wk.html
https://www.radiomuseum.org/r/korting_ul...60w_1.html
Die großen Körtings gehören zu den wenigen Vorkriegsmodellen, die auch nach dem Abklingen des Röhrenradio Hypes und der Abschaltung des AM Rundfunks trotzdem immer teurer gehandelt werden.
Wie viele Hersteller in Ostdeutschland hat auch Körting alles verloren und musste nach dem Krieg im Westen wieder von null anfangen. Zwar gab es auch nach dem Krieg noch Entwicklungen wie die Syntektor Schaltung, an denen man das Know How der Körting Ingenieure erkennen konnte, nur ist die Firma wirtschaftlich nicht mehr auf die Beine gekommen, und hat 1953 die Kooperation mit Neckermann begonnen.
Sowas bringt zwar garantierte Umsätze, aber die Margen sind extrem gering, und das Image der Marke geht kaputt. Körting hat zwar auch OEM Geräte für andere gebaut, war aber in der allgemeinen Wahrnehmung eine Neckermann Marke - und als Neckermann den Bach runterging, ging Körting mit.
Dieses Schicksal, trotz guter Umsätze die Kriegsschäden nicht wieder ausgleichen zu können, hatten viele deutsche Hersteller, es war sicher entscheidend dafür verantwortlich, weshalb die Deutschen im Bereich HiFi immer ein wenig in der zweiten Reihe gestanden haben. Das Grundig nach dem Krieg so durchziehen konnte, lag nicht nur an der genialen Idee mit dem Heinzelmann, sondern auch daran, dass er nur wenig verloren hat, und schnell wieder produzieren durfte.
Gruß Frank
https://www.radiomuseum.org/r/korting_tr..._40wk.html
https://www.radiomuseum.org/r/korting_ul...60w_1.html
Die großen Körtings gehören zu den wenigen Vorkriegsmodellen, die auch nach dem Abklingen des Röhrenradio Hypes und der Abschaltung des AM Rundfunks trotzdem immer teurer gehandelt werden.
Wie viele Hersteller in Ostdeutschland hat auch Körting alles verloren und musste nach dem Krieg im Westen wieder von null anfangen. Zwar gab es auch nach dem Krieg noch Entwicklungen wie die Syntektor Schaltung, an denen man das Know How der Körting Ingenieure erkennen konnte, nur ist die Firma wirtschaftlich nicht mehr auf die Beine gekommen, und hat 1953 die Kooperation mit Neckermann begonnen.
Sowas bringt zwar garantierte Umsätze, aber die Margen sind extrem gering, und das Image der Marke geht kaputt. Körting hat zwar auch OEM Geräte für andere gebaut, war aber in der allgemeinen Wahrnehmung eine Neckermann Marke - und als Neckermann den Bach runterging, ging Körting mit.
Dieses Schicksal, trotz guter Umsätze die Kriegsschäden nicht wieder ausgleichen zu können, hatten viele deutsche Hersteller, es war sicher entscheidend dafür verantwortlich, weshalb die Deutschen im Bereich HiFi immer ein wenig in der zweiten Reihe gestanden haben. Das Grundig nach dem Krieg so durchziehen konnte, lag nicht nur an der genialen Idee mit dem Heinzelmann, sondern auch daran, dass er nur wenig verloren hat, und schnell wieder produzieren durfte.
Gruß Frank


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