Keramik-Tonabnehmer
#21
Kann sich eigentlich noch jemand an die Sendung „Zugeschaut und Mitgebaut“ erinnern? Irgendwie musste ich da gerade dran denken.

Ich würde auch gerne mehr über die Lautsprecher erfahren. Ich bin auf diesem Gebiet vollkommen unwissend und war als ich diese Konstruktion gesehen habe, total überrascht. Kann man einfach irgendwelche Breitbänder in ein Holzbrett einbauen und gut ist? Was muss man dabei beachten?
Viele Grüße Christian
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#22
Ich finde dieses einfache Konzept sehr interessant. Erinnern mich an die CT 269 welche ich mir für nächstes Jahr endlich mal vornehmen wollte.
Grüße
Robert

Wer gute Gräben gräbt, kriegt eine größere Schaufel.
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#23
Hi Robert,

also wie gesagt handelt es sich bei den Lautsprechern um die RFT L3402 (8 Ohm Variante, Leistung 15VA, Schalldruck bei 1W/1m ca. 100dB?), die in der DDR gefertigt wurden, die eigentlich Gitarren- oder PA-Lautsprecher waren und u.a. in "Vermona Regent" Lautsprecherboxen verbaut wurden. Früher soll Conrad die Chassis alleine auch mal verkauft haben, für ein paar D-Mark 20 oder so. Angegeben waren sie mit ca. 45-12.000Hz. Die meisten Pärchen die ich hatte, gingen sogar bis 15.000 oder gar 17.000Hz, ähnlich einem Philips AD12202/M 8, aber dieses eine Pärchen geht sogar bis ca. 18.000-19.000Hz. Da kommt der Wunsch nach einem Hochtöner gar nicht auf.

Hier mal der reelle Frequenzgang auf der OpenBaffle, in einem ca. 16m Kellerraum, mit niedriger Deckenhöhe, in ca. 2,5-3m Hörabstand. Zu den Seiten- und Rückwänden haben die in Hörposition so ca. 1m Abstand (auf dem Bild sind die in "Parkposition").

   

Ist schon richtig was Jan sagt, das hier Pegelsprünge bis 10dB im Frequenzgang sind, aber irgendwie hört es sich dennoch (für mich) gut an (vollständig, dynamisch, räumlich, detailliert). Andererseits wenn man nicht die absoluten Pegelsprünge anschaut, sondern sich eine gedachte Mittellinie zieht, sind es nur noch +/-5dB ;-). Der Raum spielt halt bei einer OpenBaffle eine größere Rolle, als bei einem geschlossenem Konzept.

Bei meinen 1. Versuchen waren die auch schon Mal in einem würfelförmigen Gehäuse (40x40x30cm) und in einem Blumentopf von Ikea verbaut (beide nach hinten offen), aber die größere Schallwand hat den Frequenzgang noch etwas besser linearisiert.

       

Hier mal zum Vergleich der Frequenzschrieb einer Klipsch Heresy III, in der gleichen Räumlichkeit, aber an einem anderen Röhrenverstärker. Auch nicht wirklich besser (vielleicht oben herum). Denke mein Raum wird da nicht ganz unschuldig sein ;-).

   

Gruß,
Peter
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#24
Ganz klares Habenwollen von mir  th_up th_up th_up
Grüße
Robert

Wer gute Gräben gräbt, kriegt eine größere Schaufel.
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#25
Naja, der Frequenzgang von Lautsprechern wird ja im Bereich von 3 dB angegeben und da sind die open Bafle meist nicht drin.
Der Frequenzgang mit Schwankungen von über 10 dB ist ja eher gruselig, wobei nicht klar ist, was da vom Raum kommt.
Bei open Bafle ist die Sprungantwort meist wunderbar direkt und besonders bei kleineren Systemen ist die räumliche Abbildung meist sehr gut. Je größer die Teile werden, um so schwieriger werden sie. Für Leute die sich auch mal ein wenig bewegen, sind sie oft suboptimal
Gruß

Jan

Si vis pacem, para bellum

[Bild: https://plattenspieler-forum.de/gallery/..._44_29.png]

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#26
(23.11.25, 10:08)Darkstar schrieb: Kann sich eigentlich noch jemand an die Sendung „Zugeschaut und Mitgebaut“ erinnern? Irgendwie musste ich da gerade dran denken.

Ich würde auch gerne mehr über die Lautsprecher erfahren. Ich bin auf diesem Gebiet vollkommen unwissend und war als ich diese Konstruktion gesehen habe, total überrascht. Kann man einfach irgendwelche Breitbänder in ein Holzbrett einbauen und gut ist? Was muss man dabei beachten?

Hi Christian,
wichtig soll sein, das die Lautsprecher einen hohen Qts haben, damit er bei den tiefen Tönen nicht frühzeitig abfällt.

   

Den RFT hat jemand mal gemessen und ca. 0,7 herausbekommen, gehört also zu den dafür geeigneten Kandidaten.
Ganz pauschal ist das nicht, weil es auch welche geben soll, die auch schon bei Qts=0,5 funktionieren.

Ich hatte auch schon mal mit dem Monacor SP-208 experimentiert (s.a. der Bauvorschlag aus Klang&Ton CT269). Klanglich finde ich den für's Geld top und geht bis ca. 17.000Hz rauf. Der hat sogar einen Qts von 2,7. Ein einzelnes 8" Chassis "donnert" natürlich nicht so gut wie ein gestandener 12" ;-). Bei einem Preis von ca. 30€ kann man dann schon wieder darüber nachdenken 2, 4 oder mehr von denen auf eine Schallwand zu basteln. Man muss halt dann wieder evtl. mit den akustischen Zentren aufpassen. Da gab es die verrücktesten Konstruktionen im WWW.

Peter
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#27
Hätte ich das damals in Berlin gewußt, als RFT abgewickelt wurde...Die hatten echt amtliche Chassis...

Hätte, hätte Fahrradkette... Dodgy
Beste Grüße
Ralf

America last!  Tongue
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#28
Es gab die Gelegenheit ein Sonotone 9TA zu ergattern und ich hab mich getraut.
Angeblich NOS, aber ohne Nadel. Nachbaunadeln mit Diamant (wenn auch nur einseitig) gib es, sowohl die "normalen" (ohne den längeren Dämpfungsgummi) und eben die s.g. F-(Flex)-Nadeln mit dem längeren Dämpfungsgummi.

Was soll ich sagen, ich war anfangs überhaupt nicht angetan. Wollte es sogar schon reklamieren.

Mit der Auflagekraft gespielt, auf VTA und SRA geachtet, Überhang, etc., aber immer hat es irgendwie leicht verzerrt geklungen und war auch relativ leise.
Dann mal die Kontakte von dem Steckadapter (an dem die Headshellkabel angelötet werden) gereinigt und so weit wie möglich auch die innen liegenden Kontakte. Irgendwie hat das dann schon was gebracht, weil es dann nicht mehr verzerrte, etwas lauter spielte, aber der rechte Kanal immer noch etwas leiser war.

Dann bin ich im Internet auf eine Seite gestoßen, wo jemand ein 9TAHC zerlegt und gereinigt hatte.

Nach dem 1. Versuch (da hatte ich es noch nicht komplett zerlegt) hat es wieder verzerrt Cry .
Im 2. Anlauf dann doch noch getraut diesen "Formgummi", indem die Keramiken stecken, mit rauszuziehen. Die Keramikoberflächen mit Glasfaserradierer und Oxidreiniger gereinigt und auch die Stirnseiten zu den innenliegenden Kontakten hin. Alles wieder zusammengesteckt und Probelaufen lassen.

Was soll ich sagen. Keine Verzerrungen mehr, nach Gehör keine Kanalungleichheit mehr und ein dynamisches Klangbild zum niederknien Smile .

Schaut zwar etwas verloren aus, an dem Analogis Headshell, für den Lenco L75, mit dem Buchenholz-Klötzchen drunter, aber wenn's klingt.


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#29
Glückwunsch. Genau mein Ding. Smile
Wie hast du das System denn an- bzw abgeschlossen? Ich hab da die Velocitone Schaltung dazwischen und gehe in den MM-Eingang.

Viele Grüße

Roman
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#30
Hi Roman,

momentan mit 2,2MOhm und einer wählbaren Parallelkapazität von 220, 267 oder 320pf.
War ursprünglich für die Dual CDS 630 und 660 (Analogis) ausgelegt. Finde es momentan aber auch ganz gut für das Sonotone.

Hab mir die unterschiedlichen Beschaltungen schon mal angeschaut, aber bisher nichts weiter probiert. Erstmal einhören.

Peter
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