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(17.01.26, 14:50)Kōnosuke schrieb: Klar, Jico bietet sehr attraktive Alternativen an und im Gegensatz zu Moving Coils hat man auch eine Wahl – bei einer abgenutzten, aber ansonsten grundsätzlich funktionierenden Originalnadel würde ich ein Retipping aber auf jeden Fall in Betracht ziehen.
Ein Retipping bei einem MM? Das würde ich nicht machen. Retipping stellt immer eine Notlösung dar, vor allem bei MM Systemen. Solange noch Ersatznadeln erhältlich würde ich davon Abstand nehmen. Retipping ist auch immer eine Wundertüte, wie es tatsächlich klingt, das weiß man erst nach getaner Arbeit und nach dem Einbau das Systems.
Viele Grüße
Michael
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Ich denke man muss das ein wenig differenzieren.
Bei einfachen Schliffen ist das Thema vermutlich ohnehin durch, denn wenn es Ersatz gibt, ist dieser oft deutlich günstiger.
Hat man scharfe Schliffe, kann sich so etwas evtl. wieder rechnen. Bei MMs hat man aber den großen Nachteil, dass diese in Elastomeren ("Gummi") gelagert sind und diese Teile werden mit der Zeit oft hart.
Ein typisches Beispiel dafür sind die Systeme von AKG, die eine Zeit bei besseren Plattenspielern verbaut wurden und die heute alle für die Tonne sind, egal ob gelaufen oder nicht, denn die sind komplett ausgehärtet und funktionieren nicht mehr.
Ein großes Problem dabei ist, dass man es oft nicht wirklich gleich erkennen kann, ob so ein "Gummi" am Ende der Lebensdauer ist, oder nicht.
Man muss also schon einen guten Grund haben, eine MM-Nadel zum Retipping zu geben
Gruß
Jan
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Willkommen im Klub! Einhundert Prozent dasselbe Problem hier – die habe ich schon seit Jahren...
Dabei habe ich sogar einen 207C-Generator ohne Nadel rumfliegen...
LG Beni | ベニ
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@ Jan hat mich hier auf ein Tool zur Berechnung des Frequenzgangs je nach Tonabnehmer-Parameter aufmerksam gemacht (vielen Dank, das kannte ich noch nicht!):
(Gestern, 18:41)Jan schrieb: Ich habe mal dieses Tool mit den Werten vom AT-VM95 gefüttert (Gleichstromwiderstand 485 Ohm, Induktivität 550 mH)
Da dachte ich mir, ich füttere das Tool mal mit den Daten bekannter Technics-Systeme aus der 205er-Familie. Annahme sind stets 47 kOhm Phono-VV-Eingangsimpedanz:
EPC-205C-IIL: 40 mH (Quelle hier; unbestätigt), 30 Ohm DC: +1 dB bei 20 kHz (200 pF); perfekt bei 10 pF.
EPC-205C-IIS, -IIH, MK3 und MK4: 240 mH, 500 Ohm DC: +3 dB bei 20 kHz und empfohlenen maximalen 200 pF. Linealglatt wird's bei 65 pF.
Die L-Version ist ja bekannt dafür, unkritisch zu sein – und das sieht man auch. Die Matsushita-Ingenieure haben definitiv auch recht, bei vielen ihrer Systeme <200 pF Gesamtkapazität zu empfehlen. Nur leider ist es ziemlich schwierig, diesen Wert in der Praxis einzuhalten. Bei mir z.B.: - Tonarmverkabelung: 30 pF geschätzt
- Anschlusskabel Plattenspieler: 150 pF geschätzt
- Interne Verdrahtung Vorstufe: 20 pF geschätzt
- Fest eingebaute Kapazität der Vorstufe: 100 pF
Macht total 300 pF und gibt einen Peak von +4.5 dB bei 16.98 kHz bei den Standardmodellen (+2 dB bei 20 kHz für das 205C-IIL, gekappt bei 20 kHz).
Eigentlich sollte ich die 100 pF-Kondensatoren in der Vorstufe auslöten...
LG Beni | ベニ
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Ich habe mir mal den alten SL-1300 angeschaut. Der kommt auf gemütliche 150 pF vom RCA-Stecker bis zum SME-Anschluß.
Ich habe dann mal die Kabellänge auf ca. nen halben Meter reduziert und bin nun sauber unter 100 pF für den Dreher.
Das schiebt eine Höhenanhebung schon deutlich nach hinten.
Beim Phono-Pre sollte die Innenverkabelung in der Eingangsimpedanz enthalten sein. Gute Phono-Vorverstärker gehen hier auf 50 pF runter.
Hier hat man also durchaus ein wenig Spiel.
Mal so ganz unter uns. Auch wenn wir ein wenig höher noch etwas wahrnehmen, aber über 12 kHz passiert ja nicht mehr viel und bis 1 dB Anstieg tut uns daoben kaum weh. Wenn der Anstieg allerdings bereits unter 10 kHz so groß ist, könnte man sich durchaus ein paar Maßnahmen überlegen.
Komplett unbeachtet bleiben bei dem Tool natürlich die mechanischen Eigenschaften. Es kann ja durchaus sein, dass ein elektrischer Anstieg gewollt ist, um eine mechanisch bedingte Senke auszugleichen. Wenn der Dämpfergummi die Höhen frisst, kann es am Ende viel linearer sein, wenn dies auf einen elektrischen Anstieg trifft
Gruß
Jan
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• Kōnosuke
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Die Kapazität des Anschlusskabels erscheint mir mit 150 pF ziemlich hoch. Da sollte doch noch etwas rauszuholen sein.
Edit: Jan war schneller
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(Vor 3 Stunden)Vitavox schrieb: Ich behaupte mal die knapp 17khz hören hier noch ca 3% der Anwesenden. ;-)
Ich jedenfalls nicht. Das habe ich sogar schriftlich von meinem HNO bestätigt.
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