Beiträge: 22,188
Themen: 354
:
: 31,318
Registriert seit: Apr 2020
Location: Emden
15.06.26, 14:05
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.06.26, 14:06 von Jan.)
Bei Trafos schlägt man eher 20-30% auf die summierte Dauerleistung drauf. Einschaltströme, die für Sicherungen durchaus relevant sind, spielen bei Trafos praktisch keine Rolle.
Ein Trafo nimmt keinen Schaden, wenn er kurzzeitig das zwei bis dreifache seiner Nennleistung liefern muss. Was bei Elektronik durchaus sinnvoll ist, da diese bei Überlastung sehr schnell kaputt geht, ist bei Trafos einfach nur Unfug. Wenn ein Trafo dauerhaft auf 80% Auslastung läuft, macht das rein gar nichts.
Werden Trafos sinnlos groß gewählt, senkt dies in erster Linie mal ihren Wirkungsgrad und macht sie zudem unnötig teuer.
Würden wir hier über ein Schaltnetzteil sprechen, wäre der Faktor 2-3 ganz sicher kein Fehler. Bei Trafos ohne weitere Bauteile ist es aber Quatsch, zumal die Geräte in der Praxis nur einen Bruchteil der Leistung benötigen
Gruß
Jan
Si vis pacem, para bellum
Angeschlossene Dreher:
JVC QL-Y55F, Victor QL-Y77F, Technics SL-1300 , Revox B795
Darf gehen:
Denon DP-37F, Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284
ToDos:
Sharp Optonica RP-5100, SABA PSP 910, Dual 1019, Dual 1219
[Bild: https://plattenspieler-forum.de/gallery/..._44_29.png]
Beiträge: 22,188
Themen: 354
:
: 31,318
Registriert seit: Apr 2020
Location: Emden
Ein zu groß dimensionierter Trafo wird ja praktisch dicht am Leerlauf betrieben, was zu einer höheren Ausgangsspannung führt. Diese höhere Dauerspannung belastet die Elektronik des DC-Motors des Plattenspielers.
Gruß
Jan
Si vis pacem, para bellum
Angeschlossene Dreher:
JVC QL-Y55F, Victor QL-Y77F, Technics SL-1300 , Revox B795
Darf gehen:
Denon DP-37F, Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284
ToDos:
Sharp Optonica RP-5100, SABA PSP 910, Dual 1019, Dual 1219
[Bild: https://plattenspieler-forum.de/gallery/..._44_29.png]
Beiträge: 22,188
Themen: 354
:
: 31,318
Registriert seit: Apr 2020
Location: Emden
Es gibt natürlich auch ein Argument, welches für einen dickeren Step Down Trafo spricht: Trafos die stark belastet werden, neigen zum Brummen, also dazu mechanisch zu schwingen. Das tritt bei Trafos, die praktisch unbelastet betrieben werden, kaum auf.
Praktisch ist man mit einem Trafo um die 75 W auf der sicheren Seite. 100 W sind nun aber auch nicht so groß, dass dies ein Problem wäre. Für normale Plattenspieler wäre dies aber zu groß, da diese ja meist nur 5-10 W verbrauchen.
Gruß
Jan
Si vis pacem, para bellum
Angeschlossene Dreher:
JVC QL-Y55F, Victor QL-Y77F, Technics SL-1300 , Revox B795
Darf gehen:
Denon DP-37F, Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284
ToDos:
Sharp Optonica RP-5100, SABA PSP 910, Dual 1019, Dual 1219
[Bild: https://plattenspieler-forum.de/gallery/..._44_29.png]
Beiträge: 22,188
Themen: 354
:
: 31,318
Registriert seit: Apr 2020
Location: Emden
Wenn man einen großen Step Down Trafo hat, sollte man unbedingt mal die Leerlaufspannung messen. Liegt diese dicht bei 100 V, kann man ihn unbedenklich verwenden (auch wenn er zu groß dimensioniert ist). Liegt sie allerdings eher bei 110 V oder sogar darüber, sollte man einen anderen Trafo verwenden.
Dieser Plattenspieler hat eine sehr große Leistungsbandbreite. Wenn er den schweren Teller in Bewegung setzt und der Kompressor läuft um den Druck für das Lager und den Unterdruck für die Platte aufzubauen, zieht er recht viel Strom (das kann im Einschaltmoment durchaus auch um die 80 W sein). Ist der Kompressor aus und der Teller auf Drehzahl, nimmt er sich nur noch wenige Watt. Dann geht der Trafo praktisch in den Leerlauf. Bei einem Verstärker müsste man darauf achten, dass beim Einschalten die Spannung nicht zusammenbricht und er bei den Bässen nicht verhungert. Bei einem Plattenspieler wird man davon nicht viel merken, da die Nadel ja erst einige Sekunden später auf der Platte landet und die Musik sich praktisch nicht auf die Last auswirkt.
Ich habe gerade mal die Aufschrift auf dem Kashimura TI-352 übersetzen lassen: Wenn man ihn länger als 30 Minuten belastet, soll die Last 80% der Nennlast (35 VA) nicht überschreiten. Also nicht mehr als dauerhaft 28 VA ziehen. Der kleine Kashimura geht im Leerlauf übrigens auf 110 V
Gruß
Jan
Si vis pacem, para bellum
Angeschlossene Dreher:
JVC QL-Y55F, Victor QL-Y77F, Technics SL-1300 , Revox B795
Darf gehen:
Denon DP-37F, Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284
ToDos:
Sharp Optonica RP-5100, SABA PSP 910, Dual 1019, Dual 1219
[Bild: https://plattenspieler-forum.de/gallery/..._44_29.png]
|