Ich habe da eine sehr seltenen Dreher aus den Anfang der 70er.
Ein französisches Laufwerk, entwickelt von Jean Constant Verdier, der die Firma Études et Recherches Acoustiques, kurz ERA, damals leitete und bei der Entwicklung der Oberhäupling war.
Er hatte ein Laufwerk entwickelt, das damals zu der oberen Serie gehörte und sehr einfach aber gut durchdacht war. Es handelt sich um das ERA MK VI, das ohne Tonarm vertrieben wurde. Auf Wunsch konnte man es mit einem SME 3009 S2 Improved mit festen Headshell oder mit losen Headshell erwerben. Das Laufwerknwurde so konstruiert, das es absolutvruhig verhält. Kein rumpeln, absolut keine Laufgeräusche und mit exakten Drehzahlen, die schon besser waren, als damalige Direkt angetriebene. ERA verwendete schon damals einen 48 Pol Motor, der sehr langsam lief. Thorens hatte damals noch 8 und 16 polige verbaut, die viel schneller liefen. Die Zarge besteht aus Edelstahlblech, das 2 mm stark ist. Es ist ein Sub Chassis Aufbau, das keine Federn hat, wie bei Thorebs, sondern mit Gummiblöcken, die steifer und exakter schwingen. Das ganze Laufwerk wurde so minimalistisch aufgebaut, so das nur das wichtigste entwickelt wurde, aber so, das fast keine Kriterien bestanden. Nur das beste Material, extrem steifes und schwerer Aufbau. 10 mm Tellerachse, sehr schwerer Innenteller und ausgewuchteter Außenteller aus Aluguss. Er läuftcso ruhig, das ERA den Motor direkt auf die schwere Bodenplatte montiert hatte.
Als ich ihn geschenkt bekommen habe, war er eigentlich in einem guten Zustand. Ich habe trotzdem ihn komplett zerlegt und alles gereinigt, neues Stromkabel angelötet, den Kondensator gewechselt, einen neuen Riemen eingesetzt und das Tellerlager gereinigt, poliert und mit frischen leichtlauföl geschmiert.
Den SME 3009 S2 Improved habe ich komplett revidiert, ein neues Innenkabel von Cardas verlegt und das Tonarmkabel wieder auf RCA umgebaut, weil jemand einen DIN Stecker angelötet hatte. Als System habe ich ein vorhandenes Stanton 681EEE, mit einer Originale NOS Nadel Montiert.
Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen.
Ich bin beeindruckt,
was dieses kleine Kerlchen an Musik rüber bringt. Der spielt richtig musikalisch, offen und mit einer großen Bühne auf, die man nicht erwarten würde. Er macht richtig Spaß!
Mehr braucht es nicht. Die letzten Jahre bin ich immer weiter weg von meinen Vollautomaten und bin mittlerweile mit meinen Sony 2510 absolut zufrieden.
Null Automatik, keine Endabschaltung. Nur 33,45 und Stop. Sonst keine Knöpfe. Perfekt. Ich nutze nicht mal mehr den Lift.
Auf jeden Fall ist der ERA ein sehr schöner Plattenspieler.
(08.09.26, 10:22)S. Custom schrieb: Mehr braucht es nicht. Die letzten Jahre bin ich immer weiter weg von meinen Vollautomaten und bin mittlerweile mit meinen Sony 2510 absolut zufrieden.
Null Automatik, keine Endabschaltung. Nur 33,45 und Stop. Sonst keine Knöpfe. Perfekt. Ich nutze nicht mal mehr den Lift.
Auf jeden Fall ist der ERA ein sehr schöner Plattenspieler.
Das kann man noch weiter steigern
Gruß
Jan
Si vis pacem, para bellum
Angeschlossene Dreher:
JVC QL-Y55F, Victor QL-Y77F, Technics SL-1300
Darf gehen:
Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284
(08.09.26, 10:22)Nur 33,45 und Stop. Sonst keine Knöpfe. Perfekt. Ich nutze nicht mal mehr den Lift. schrieb: Auf jeden Fall ist der ERA ein sehr schöner Plattenspieler.
Nicht mal eine Stop Funktion hat er. Das macht der Netzschalter hinten links! Die einzige Elektronik, was er besitzt, ist ein Entstör-Kondensator, der gleichzeitig als Anlauf-Kondensator für den Notor dient.